Verwendung in der Küche

Seit dem Frühjahr bringt Stielmus, auch Rübstiel genannt, Abwechslung in die Küche. Das Gemüse hat vor allem in Westfalen und im Rheinland eine lange Tradition. Die Blattstiele schmecken fein säuerlich und werden ähnlich wie Spinat oder Mangold verwendet. Sie werden gedünstet als Beilage zu Fleisch und Fisch gereicht oder zu Gemüsegerichten verarbeitet. Das Frühlingsgemüse eignet sich aber auch für Pasta, Suppe und Salat. Ein Klassiker in Westfalen ist Rübstiel-Eintopf mit Kartoffeln und Rindfleisch.

Inhaltsstoffe und Geschmack

Für die niederländische Spezialität "Stamppot" wird gedünsteter Rübstiel mit Stampfkartoffeln und gebratenem Speck gemischt. Feinschmecker können das Gemüse auch mit würzigem Käse wie Gorgonzola oder Parmesan überbacken und zu Kartoffelpüree servieren. Dabei ist Stielmus auch sehr gesund. Das zarte Stängelgemüse enthält viel Provitamin A und Vitamin C, reichlich Kalium, Kalzium und wertvolle Senfglykoside, die ihm auch seinen typischen Geschmack geben.

 

Verwandtschaft und Verwertung

Stielmus gehört zur Familie der Kreuzblütler und ist eng mit den Kohlarten verwandt. Die Mai- oder Herbstrübe wird so dicht ausgesät, dass sie lange Blattstiele ausbildet und die Rüben klein bleiben. Häufig finden nur die Stiele in der Küche Verwendung, da die Blätter zu bitter schmecken und hart sind. Inzwischen gibt es aber auch mildere Sorten wie Namenia, deren Blätter sogar roh im Salat gegessen werden können.

 

Einkauf, Qualität und Saison

Im Frühjahr hat Stielmus Hauptsaison. Achten Sie beim Einkauf auf Frische und Qualität. Hochwertige Ware hat saftiges Blattgrün, zarte helle Stiele und kleine Rüben. Das Gemüse sollte zügig verarbeitet werden, da es rasch welkt. Im Gemüsefach des Kühlschranks hält es sich ein bis zwei Tage.

 

Anbau und Ernte

Stielmus kann auch im eigenen Garten angepflanzt werden. Es ist eine genügsame Pflanze, die nur geringe Ansprüche an Boden und Klima hat. Stielmus wird für die frühe Ernte ab Anfang März und als Herbstkultur im September ausgesät. Die Samen müssen dicht mit einem Abstand von 0,5 bis 1 cm in der Reihe ausgebracht werden, um die Ausbildung von dicken Blattstielen zu fördern. Eine Düngung ist meist nicht notwendig. Nach fünf bis sieben Wochen ist das Gemüse erntereif.

 

Quelle: Heike Kreutz, www.aid.de

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