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Lust auf eine natürliche, lebendige Garten-Oase – gewusst, wie!

Es gibt einige Fragen, die man sich grundsätzlich vor dem Gärtnern stellen sollte: Was für einen Garten möchte ich? Was will ich darin tun? Meine Antworten darauf sind so eindeutig wie vielfältig. Ich möchte einen natürlichen, lebendigen, bunten Garten zum Wohlfühlen. Einen Garten in dem es summt, brummt und zwitschert. In dem ich die Stadt um mich herum für den Moment vergesse. Und ich will dort schmökern, mich entspannen, mein Frühstück (und meinen Kuchen) genießen, frisch gezupfte Birnen, Äpfel und Beeren naschen und mit meinem Sohn Fußball spielen. Manch einer denkt jetzt vermutlich, dass schließt sich aus. Aber ich überzeuge Sie gerne vom Gegenteil.

Zum Spielen brauche ich natürlich etwas Platz. Für den Frühstückstisch vielleicht eine Art Terrasse, d.h. Steinplatten. Ein Platz für meine Liege findet sich allemal. Dann noch ein paar Pflanzen, ein Obstbaum und fertig. Hört sich schnell und einfach an, aber auch etwas einfallslos, oder? Klingt mehr nach Baumarkt, als nach Oase. Der Grund? Ich habe eine wesentliche Frage außer Acht gelassen:

Was braucht es, um einen Garten mit Leben zu füllen?

In erster Linie natürlich Pflanzen. Aber was brauchen Pflanzen? Mehr oder weniger Sonne, Wasser, etwas Zuwendung und einen guten, gesunden Boden. Das war es aber noch nicht ganz. Sie brauchen ihre Verbündeten, die fleißigen, kleinen Helferchen: die bestäubenden Insekten. Und allen voran die Bienen. Denn ohne ihre tatkräftige Mithilfe werden viele Pflanzen in meinem Garten auch keine Früchte und Samen ausbilden. Das hieße erstens weniger zu Essen für Vögel, andere Insekten und Kleinsäuger. Und zweitens: ich hätte nur wenig zum Naschen. Die „Ernte“ in meinem Garten wäre kläglich. Und wenn ich einmal im großen Stil denke, wäre auch mein Frühstück nicht dasselbe: Ganz ohne Honig und Marmelade. Auch an einigen meiner bunten einjährigen Blümchen hätte ich nur kurz Freude. Ihre Überreste müsste ich jedes Jahr wieder entfernen, ins Gartencenter fahren und mir neue besorgen. Klingt nach Stress und Parkplatzsuche und nicht nach erholsamen Gärtnern. Und dabei wäre es so einfach, denn die Natur hat ja eigentlich schon alles vorbereitet.

Zusammenbringen, was zusammen gehört

In Deutschland gibt es 560 Wildbienenarten, die sich gemeinsam mit unserer heimischen Flora entwickelt haben. Viele Wildbienenarten sind dabei auf wenige Pflanzen spezialisiert. Umgekehrt benötigen diese eben die eine spezialisierte Wildbienenart zur Bestäubung. An erster Stelle der bienenfreundlichen Pflanzen sind hier die vielen Staudenarten zu nennen. Dicht gefolgt von einer Vielzahl an Kräutern. Bei beiden finden sich viele mehrjährige Pflanzen. Von einer kleinen Kräuterecke oder einer Kräuterspirale habe ich dann auch noch zusätzliche Freuden: der Geruch von frischem Lavendel, Salbei und Rosmarin und eine tolle Würzung für schmackhafte Gerichte. Mein Sohn freut sich über die „Wilde Insel“: ein Fleckchen einer inzwischen fast meterhohen Wiese mit vielen bunten, bienenfreundlichen Blumen. Eine echte Bienenweide und Bereicherung beim Verstecken spielen.

Für die Unterkunft unserer kleinen Freunde ist auch gesorgt: Neben einem Wildbienenhotel gibt es einen kleinen Steingarten. Hier finden sich sowohl Bereiche mit kleinen Steinchen, als auch sandige Stellen. Ein Paradies für alle Wildbienenarten, die ihre Nester im Boden graben. Besonders vor dem Wildbienenhotel lassen sich die kleinen Brummer auch gut beobachten. Die Gefahr, von einem unserer Gartenbewohner gestochen zu werden, ist dabei ziemlich gering: Der Stachel der allermeisten Wildbienenarten ist zu schwach um unsere Haut zu durchdringen. Außerdem setzen sie ihren Stachel nur ein, wenn sie sich massiv bedroht fühlen, sprich, wenn sie gedrückt werden. Ähnlich verhält es sich mit den Honigbienen. Das sind also die Grundzutaten für meine lebendige Gartenoase: eine Vielfalt an Pflanzen und Strukturen. So finden sich viele wichtige und sympathische Bestäuber ein!

Wettbewerb – Wir suchen den bienenfreundlichsten Garten in Hamburg

Wenn Sie denken, dass auch Ihr Garten solch eine Oase ist oder das Potential dazu hat, machen Sie doch bei unserem Garten-Wettbewerb mit! Wir prämieren Gärten in den Kategorien Privatgarten, Kleingarten und Firmengarten. Der Kriterienkatalog von Hamburg summt! gibt wertvolle Hinweise, worauf Sie achten können, um es lebendig werden zu lassen. Hier ist die Chance für diejenigen, die sich bisweilen vor ihren Nachbarn schämen, weil sie nicht wöchentlich ihren Rasenmäher nutzen. Dies bedeutet aber nicht, dass verwilderte Gärten gefördert würden. Ein Naturgarten ist sinnvoll angelegt und wird durchaus gärtnerisch in seiner Ausgestaltung unterstützt. Die Anmeldung läuft bis zum 15.06.2014. Mitte August werden die Gewinner im feierlichen Rahmen prämiert.

Mehr Infos zum Gartenwettbewerb sowie Tipps und Tricks zum natürlichen, bienenfreundlichen Gärtnern finden sie hier: www.hamburg-summt.de

Autorin: Veronika Ladewig

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Umwelt & Garten«.

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