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Die blutroten Blüten sind immer seltener zu sehen

Der Klatschmohn verschwindet von den Äckern. Immer seltener sind seine zarten blutroten Blüten zwischen den Getreidehalmen zu entdecken, informiert die Loki Schmidt Stiftung. Sie hat den Klatschmohn stellvertretend für viele andere Ackerwildpflanzen zur Blume des Jahres 2017 gewählt, um auf den Verlust der bunten Vielfalt im Landbau aufmerksam zu machen.

 

In Deutschland nehmen Äcker rund ein Drittel der Landfläche ein und gehören damit zu den wichtigsten Ökosystemen. Ursprünglich lebten hier rund 350 verschiedene Pflanzenarten, von denen rund 150 eng an das Ackerland gebunden sind. Im Laufe der Geschichte des Ackerbaus hat sich die Wildkrautflora eng an die Landnutzungspraktiken angepasst. Nur rund 20 Arten werden als problematisch eingestuft. Das bedeutet, sie erschweren die Ernte, mischen sich in das Saatgut oder enthalten giftige Stoffe.

Die Wildpflanze ist wichtig für die Umwelt

Durch moderne Saatgutreinigung und den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln werden auf dem Feld auch Arten vernichtet, die aus ökonomischer Sicht keinen oder kaum Schaden anrichten. Hoch spezialisierte Ackerwildkräuter wie die Kornrade (Agrotstemma githago) sind nach aktuellen Schätzungen fast ausgestorben. Dabei sind Wildpflanzen nicht nur ein schöner Anblick in der Landschaft. Der Klatschmohn bietet vielen Schmetterlingen und Bienen eine Pollenquelle und fördert damit die Bestäubungsvielfalt. Insekten und Spinnen nutzen Ackerwildpflanzen als Unterschlupf und Nahrungsgrundlage. Solche Tierarten fressen Schädlinge wie Blattläuse und helfen damit auch dem Landwirt.

Pflanzen suchen sich neues Lebensumfeld

Der Klatschmohn (Papaver rhoeas) ist ursprünglich in Eurasien und Nordafrika beheimatet. Mit dem Ackerbau hat er sich weltweit verbreitet. Noch ist die Art nicht gefährdet, da sie nur geringe Ansprüche an seine Umgebung stellt. Allerdings braucht der Klatschmohn offene Flächen, die ihm früher Getreideäcker boten. Heute überlebt die Pflanze auf Brachen, Schuttplätzen, Straßenböschungen und an offenen Stellen im Garten.

 

Quelle: Heike Kreutz, www.aid.de

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Percy Bongers (Chefredaktion)

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