Unterstützung für landwirtschaftliche
Familienbetriebe

Dass sich prominente Musiker mit Benefizkonzerten ihrer sozialen Verantwortung stellen, ist vor allem seit den "Life Aid"-Konzerten gegen Armut in Entwicklungsländern vielen bekannt. Dass es in den USA aber bereits seit über 25 Jahren eine Bewegung gibt, die sich der Rettung von kleineren landwirtschaftlichen Familienbetrieben verschreibt, dürfte für viele Europäer ein neuer Gedanke sein.

Prominente Musiker wie Neil Young, Willie Nelson, John Mellencamp und Dave Matthews haben sich zusammen getan und veranstalten jährlich ein "Farm Aid"-Konzert, um Spendengelder zu sammeln und so ein familienbasiertes System der landwirtschaftlichen Erzeugung in den USA zu erhalten. Die Konzerte sollen zudem die Verbraucher anregen, landwirtschaftliche Produkte aus Familienbetrieben zu bevorzugen. Seit Gründung Mitte der achtziger Jahre sind auf diese Weise über 40 Millionen US-Dollar zusammen gekommen, um Farmer zu unterstützen. Auch werden Aktionen gefördert, die das dominante System der industriellen Landwirtschaft verändern und Familienbetriebe fördern sollen. Die 30.000 Besucher des Konzertes 2012 in Pennsylvania konnten lokal und organisch produzierte Lebensmittel kennen und schätzen lernen. Sie erhielten außerdem Informationen darüber, welchen Beitrag Familienbetriebe zur Bodenerhaltung und Wasserreinhaltung leisten.

Neben unmittelbarer finanzieller Hilfe für krisengeschüttelte Betriebe stellt "Farm Aid" auch den Kontakt zur lokalen Gastronomie und dem Lebensmittel- einzelhandel und öffentlichen Einrichtungen her, um bessere Absatzmärkte zu schaffen. Außerdem wurden Netzwerke unter den Farmern aufgebaut. Denn letztlich sind sich die Farmer einig: Nur gemeinsam können sie stark sein, um ein politisches Gewicht zu bilden, das auch nachhaltige Veränderungen bewirken kann.

 

Quelle: Friederike Heidenhof, www.aid.de

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