The Italian job. Zu Besuch bei dem Meister der Trauben Giuliano.

Vier Männer gehen durch einen kalten Gang. Das könnte eine Szene in einem Kultfilm mit Anklängen an die berühmte Szene von „Reservoir dogs“ von Tarantino sein. Und tatsächlich, die vier Männer sind Profis. Sie haben einen Termin mit der Produktionsleitung und der Qualitätsabteilung von Giuliano.

Wir sind in Bari. Es ist Mitte Juli und es ist heiß. Doch die Situation täuscht. Es hat viel geregnet in diesem Sommer in Süditalien und so brauchen die köstlichen Trauben extra viel Aufmerksamkeit. Auf dem Weg zu den Feldern kommen wir an uralten Olivenbäumen vorbei. Hier wird schon lange gemeinsam mit der Natur Köstliches produziert. Wir sind aus Valencia von SanLucar und zu dritt. Wir sind gekommen, um uns ein Bild vom Wuchs der Trauben von Giuliano zu machen. Gemeinsam mit den Traubenexperten und den Brüdern Giuliano gilt es die Saison zu planen. Drei ganz wichtige Themen stehen auf der Agenda: Die Besichtigung der Felder und Erntemengen, die Sichtung neuer Sorten und die besonderen Nachhaltigkeitsinitiativen von Giuliano.

Auf den Feldern kann man den Fortschritt der Arbeit gut sehen. Für die frühen Ernten werden schon die ersten Blätter ausgedünnt. Man erkennt die Arbeit der Experten von Giuliano daran, dass die Trauben jetzt viel Sonnenlicht bekommen und die abgeschnittenen Blätter frisch am Boden liegen. Sie werden bald weggeräumt, bei Giuliano ist alles en détail geplant.

Noch sind die Trauben natürlich nicht reif, aber unseren Experten erschließt sich jetzt schon, wie die Ernte wird. Und so wird das Refraktometer gezückt um den Zuckergehalt zu messen. Der erste ist überraschend hoch und die Trauben damit unnormal süß. Alle sind verblüfft, es wird diskutiert und das Refraktometer geputzt. Doch dann stellt sich heraus – es war ein Ausreißer, die anderen Trauben weisen den erwarteten Zuckergehalt auf.


Vielleicht haben wir auch in unserer Begeisterung eine der Trauben vom oberen Teil der Dolde erwischt. Dort bekommen sie – solange das Blätterdach nicht ausgedünnt ist – viel mehr Sonne als die anderen Trauben und sind zu dieser Zeit süßer.

Weiter geht’s. Es gibt viele Trauben zu prüfen, verschiedene Größen und Farben. Unterwegs sehen wir auch, was bei Giuliano für den Einklang von Mensch und Natur getan wird. So wurden rund 150 Hektar Brachen gekauft, um unbewirtschaftete Ausgleichsflächen zu den Kulturflächen zu schaffen. Darüber hinaus bauen sie ein altes malerisches Farmgebäude in eine Schule um, in der für die Menschen der Region und vor allem die Jugendlichen der Gegend ein nachhaltiges Kursprogramm angeboten wird. Die Themen werden sein: Ernährung, Kochen, Umwelt und Landwirtschaft.

Eine kleine Spinne auf einer Traube erinnert uns daran, dass bei Giuliano sehr hohe Standards für den Pflanzenschutz gelten. Das Ziel ist – das berichtet uns am Nachmittag Vito Giuliano – ganz ohne chemische Mittel auszukommen. Die kleine lebendige Spinne zeigt, dass auch heute schon das Leben im Feld angenehm sein kann. Und ganz bestimmt verspeist sie viele böse Schädlinge. Guten Appetit!


Wir fahren unterwegs an neu gepflanzten Reben vorbei. Bei Giuliano werden laufend neue Sorten gepflanzt. Aktuell auch Varianten mit Muskat-Geschmack. Dieser Geschmack ist typisch für die Region, aber lange Zeit waren die Sorten nicht für den Export geeignet. Jetzt erlebt dieser Geschmack mit widerstandskräftigeren Sorten eine Renaissance.

Von der Hitze im Feld kommen wir in die Kühle der Pack- und Lagerstation. Wobei wir vorher gesehen haben: bei Giuliano wird die Traube auf dem Feld direkt vom Rebstock in die Tüte oder das Nest gelegt, so dass die empfindliche leckere Frucht geschont wird. Nur wenige Anbauer treiben diesen Aufwand und Sorgfalt.

Abschließend haben wir einen Termin mit dem Meister Vito Giuliano himself. Man muss wissen, dass Vito jeden Morgen um 4 Uhr in die Felder geht, um nach dem Rechten zu sehen. Wer ihn sprechen will, kann sich erst am späten Nachmittag mit ihm treffen, wenn er wieder im Büro ist. Wir sprechen über Sorten, den Stand der Dinge und Vito erläutert uns das Nachhaltigkeitskonzept mit den Innovationen für dieses und die nächsten Jahre.


Auf dem Weg zurück zum Auto sehen wir viele Sonnenkollektoren. Der Parkplatz ist sogar komplett mit Sonnenkollektoren überdacht! Das hat einen nachhaltigen Grund: Es soll bald der ganze Strom aus Sonnenenergie gewonnen werden! Oft ist es schon jetzt so. Bei so viel Pflege und so viel Sonne ist es natürlich kein Wunder, dass die Trauben sich in Bari schon seit Jahrzehnten so wohl fühlen.

Informationen zu SanLucar unter www.sanlucar.com.

Quelle: Charlotte Stojan SanLucar Vertrieb Deutschland GmbH 

Verantwortlich für den Inhalt:
Percy Bongers (Chefredaktion)

Copyright © 2018 besserhaushalten