Etwa 200 Kürbissorten sind essbar

Früher galt er als Arme-Leute-Essen oder Viehfutter, heute darf er in keiner Küche fehlen: der Kürbis. Oval oder rund, klein oder groß, rot, grün oder orange – alleine in Deutschland gibt es 800 verschiedene Sorten, wovon rund 200 essbar sind. Der Kürbis steckt voller Vitamine und Ballaststoffe, ist kalorienarm und unterstützt die Verdauung sowie den Zellschutz.

Tipps für den Einkauf

Zu kaufen gibt es den Kürbis vor allem im Sommer und Herbst. Ab Juli hat er Saison. Eine Checkliste hilft, reife Kürbisse im Geschäft zu erkennen:

  • Klopftest: Einfach auf den Kürbis klopfen. Klingt er hohl, ist er reif.
  • Stielprüfung: Der Stiel einer reifen Frucht ist holzig und sehr fest. Fehlen sollte er nicht, denn dann kann die Frucht austrocknen und faulig werden.
  • Schale begutachten: Trockene, helle Stellen auf der Schale sind nur Schönheitsfehler. Der Kürbis ist genauso reif und aromatisch wie ein makelloser. Dunkle, weiche Stellen hingegen neigen dazu, zu faulen.
  • Etikett beachten: Wichtig ist, beim Einkauf Speise- und Zierkürbissen nicht miteinander zu verwechseln. Zierkürbisse sind giftig. Also unbedingt die Warenauszeichnung lesen. Wer zu Hause unsicher ist, was da in der Einkaufstasche liegt, schneidet von der rohen Frucht ein Stück ab und probiert ein kleines Stückchen. Wenn es bitter schmeckt, ist der Kürbis nicht essbar.

Den Kürbis richtig lagern

Der Kürbis hat es gern kühl und luftig. Daher ist ein trockener Platz im Keller oder in einem kühlen Raum bestens geeignet. Tipp: Die Raumtemperatur sollte 13 °C nicht überschreiten. Dann kann ein Kürbis über mehrere Monate aufbewahrt werden. Ein angeschnittener Kürbis hingegen sollte mit Frischhaltefolie abgedeckt im Kühlschrank lagern. Dort ist er zwei Tage haltbar. Wer ihn länger aufbewahren will, entfernt die Schale und friert ihn ein. Bei -18 °C hält sich das Kürbisfleisch bis zu fünf Monate.

Zubereiten leicht gemacht

In der Zubereitung ist der Kürbis ein echter „Tausendsassa“. Er lässt sich zum Beispiel genauso gut zu einer klassischen Suppe oder zu Kürbispommes oder Marmelade verarbeiten. Die Frucht an sich hat einen dezenten Geschmack. Mit Gewürzen wie Chili, Curry oder Ingwer bekommt sie eine pikante Note. Wer es lieber süß mag, kann Honig, Zimt oder süßen Wein zum Kochen verwenden. Und vom Kürbis muss nichts in die Tonne: Seine Kerne werden im Ofen geröstet zur Knabberei und schmecken lecker im Salat. Sie sind leicht verdaulich und durch ihren hohen Anteil an ungesättigten Fettsäuren gesund.

Welcher Kürbis für welches Gericht?

  • Der Hokkaido: Dieser Kürbis ist perfekt für eine schnelle Kürbissuppe geeignet. Er muss nämlich nicht geschält werden und erinnert an den Geschmack von Maronen.
  • Der Spaghettikürbis: Wer einmal Nudeln aus Gemüse ohne lästiges Feinschneiden zubereiten möchte, sollte diesen Kürbis ausprobieren. Sein Fruchtfleisch zerfällt beim Kochen in Spaghetti-ähnliche Streifen.
  • Der Acorn-Squash: Kürbisse isst man nicht roh? Diesen hier schon. Die weißlich-orangefarbene Frucht lässt sich bestens gewürzt als Rohkost-Knabberei essen. Ein gesunder Ersatz für Chips.

 

Quelle: Zu gut für die Tonne!

 

Noch mehr zum Thema Kürbis finden Sie in unserem Vorratslexikon!

 

Leckere Rezepte mit Kürbis finden Sie hier:

Kürbissuppe

Cannelloni mit Kürbisfüllung

Kürbispudding mit Haselnüssen

Kürbisrisotto

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