Der Expertentipp im November – Die Experten der Landesvereinigung der Bayerischen Milchwirtschaft klären jeden Monat Fragen rund um die Milch. Astrid Denzinger, Ernährungsexpertin der LVBM, zur Frage:

Was ist besser: Voll- oder Halbfettmilch?

Gesunde Ernährung bewegt die Gemüter. In Zeiten von Selbstoptimierung und Paleo-Diät fragen sich viele: Macht der Griff zu fettreduzierten Milchprodukten gesünder? Ernährungsratschläge, die vom Verzehr von Vollfett-Varianten abraten, spiegeln kaum noch die aktuelle Studienlage wider. Neuere epidemiologische Studien deuten darauf hin, dass der Milchverzehr trotz der darin enthaltenen gesättigten Fettsäuren mit einem geringeren Risiko für Herzkrankheiten, Schlaganfall, Bluthochdruck sowie Diabetes mellitus Typ 2 einhergeht.


Es gibt sogar Hinweise darauf, dass der Verzehr von Milchprodukten mit natürlichem Fettgehalt einer Gewichtszunahme entgegenwirkt und das Risiko für Adipositas senkt. „Grundsätzlich sind Vollmilch und Milchprodukte mit 3,5 % Fett im Vergleich zu anderen Lebensmitteln nicht als fettreich einzustufen,“ sagt Astrid Denzinger von der Landesvereinigung der Bayerischen Milchwirtschaft. Gerademal 40 kcal hat ein Glas Vollmilch mehr als die gleiche Menge fettarme Milch. „Milch sättigt gut. Und hier spielt neben dem hochwertigen Eiweiß und der in Milch enthaltenen Laktose auch der Fettgehalt eine Rolle,“ sagt die Ernährungsexpertin. Zusätzlich punkten Milchprodukte mit einem niedrigen glykämischen Index und durch den hohen Kalziumgehalt wird die Fettverbrennung angekurbelt.

Tipp: Vollmilch macht also nicht automatisch dick, deshalb ist es eine Frage des Geschmacks und der Gesamtenergiezufuhr, ob man zur Vollfett oder fettreduzierten Variante greift. Fakt ist: In Kuhmilch stecken viele wertvolle Nährstoffe wie Eiweiß, Kalzium und Vitamin B12, weshalb die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt, drei Milchprodukte über den Tag verteilt zu konsumieren.

Weitere Informationen finden sie unter www.milchland-bayern.de.

Quelle: Landesvereinigung der Bayerischen Milchwirtschaft, LVBM

Über die Landesvereinigung der Bayerischen Milchwirtschaft e.V. (LVBM)

Seit 1956 setzt sich die LVBM für Qualität, Genuss und Erfolg der heimischen Milchprodukte ein und bietet ihren Mitgliedern – Verbänden von Erzeugern, verarbeitenden Betrieben, Handel und Verbrauchern – ein Dach für gemeinsamen Austausch. Sie bündelt die Interessen der Organisationen, die in der bayerischen Milchwirtschaft tätig sind, fördert den Absatz von Milcherzeugnissen, informiert Verbraucher und Multiplikatoren über Produkte, Rezepte und aktuelle Fragen der Ernährung. Den Vorsitz der Landesvereinigung der Bayerischen Milchwirtschaft hat seit Januar 2014 Günther Felßner inne. Dr. Maria Linderer ist Geschäftsführerin des Verbandes mit Sitz im „Haus der Milch" in München.

Die Milchwirtschaft ist ein wichtiger Faktor für die Wirtschaft im Freistaat: circa 8,7 Mio. Tonnen Milch wurden 2015 an 84 Molkereien und Betriebsstätten angeliefert sowie verarbeitet. über 30.000 milcherzeugende Betriebe existieren in Bayern.*


*Quellen: 2015: Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft; Milchprüfring Bayern; Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft

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