Lichtschutzfaktor 4 war spitze

Vor 40 Jahren gab es noch keine Berichte über das wachsende Ozonloch, aber dass UV-Strahlung die Haut altern lässt, war auch damals schon bekannt. Das Angebot der Öle und Cremes war schon 1973 reichhaltig, wie in einem historischen Test der Stiftung Warentest zu sehen ist: 65 verschiedene Produkte wurden damals geprüft, der maximale versprochene Lichtschutz war LSF 6, der höchste gemessene Wert lag allerdings bei 4,7.

Der Artikel im Test-Heft begannt damals gut gelaunt: "Manche Mittel schützen mehr, manche weniger. Kein Grund, die einen gut, die anderen schlecht zu nennen. Zur rechten Zeit am rechten Ort kann eins wie's andere prima sein." Er erklärt aber im weiteren Verlauf: "Die eigentliche tiefe »Mittelmeerbräune«, die so modern ist und nach Gesundheit und Wohlstand aussieht, ist nur mit Hilfe der UV-B-Strahlen und mit einem Umweg über eine Hautreizung zu erreichen." Es wird sehr deutlich auf die Gefahren und Risiken des Sonnenbrands hingewiesen und zum richtigen Umgang mit der Sonne gemahnt. Damals wie heute war die Preisspanne enorm, schon in den 70er Jahren konnte man für ein Fläschchen Sonnenschutz eines Kosmetik-herstellers 10,75 DM hinlegen, die Qualität war nicht unbedingt entsprechend höher.

Aus heutiger Sicht lassen viele Packungsaufschriften schmunzeln. So hatte Ellen Betrix ein Produkt namens 'Ultra Braun - Multi Sun Quick' im Angebot, der Name lässt auf das Ziel schließen: kräftige Bräune, schnell erreicht. tiroler Nussöl-Spray mit LSF 2,5 und Piz Buin Exclusiv Creme feucht mit LSF 3,5 priesen ihre Wirkung mit dem Prädikat 'himalayaerprobt' und 'himalaya-bewährt' an. Dies wurde von der Test-Redaktion als übertrieben gewertet, da in entsprechender Höhenlage ein Lichtschutzfaktor von 20 eher angemessen sei. Der aktuelle Test zur Qualität der Sonnenschutzprodukte erschien in der test-Ausgabe 07/2013, und immer noch gilt die Erkenntnis: Die günstigen Produkte sind mindestens so gut wie die teuren.


Quelle:
www.test.de

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