Riso Gallo – Qualität, Tradition und Zeitgeist

Der italienische Reisfabrikant produziert bereits in der 6. Generation und gehört zu den ältesten Reisproduzenten Italiens. Das über Jahrzehnte angeeignete Knowhow über Reis und seine perfekte Verarbeitung machen die Riso Gallo-Produkte zu einem besonderen Geschmackserlebnis. Die besserhaushalten.de-Redaktion hatte das große Glück, vor Ort den gesamten Produktionsweg, von den Reisfeldern in der Po-Ebene Italiens über die Produktion, Veredelung bis hin zum köstlich zubereiteten Risotto, zu erleben.

Startpunkt der Reise war der Flughafen in Mailand in Norditalien. Von dort ging es zunächst zur internationalen Reisbörse im Zentrum der Stadt, um die Vorgänge und Preisbestimmungsmethoden der Reishändler zu verstehen. Zur Qualitätsprüfung wird ein simples wie einleuchtendes Verfahren angewendet. Die Reisbauern bringen eine Probe ihres Ertrages vom Feld direkt mit an die Börse. Vor Ort kann der Interessent dann eine kleine Menge des Reises mit einer Handmühle mahlen und so die Qualität und schließlich den Preis bestimmen. Ausschlaggebend für die Qualität ist der prozentuale Anteil von gutem und schlechtem Korn, dem so genannten Bruchkorn.

Der Großteil des Reises, der in Italien angebaut wird, kommt aus der nördlichen Po-Ebene. Es gibt mittlerweile 50-70 verschiedene Reissorten, Tendenz steigend, da immer wieder erfolgreich neue Kreuzungen entwickelt und am Markt etabliert werden. Die meisten Sorten werden im März mit speziell ausgerüsteten Traktoren auf den Feldern ausgesät. Mit einem ausgeklügelten Kanalsystem wird dann Wasser aus den gut 150 Kilometer weit entfernten Alpen auf die Felder geleitet, um die Temperatur der Pflanzen bei Tag und Nacht stabil zu halten. Entgegen der gängigen Vermutung ist das für Reisfelder charakteristische stehende Wasser nicht ausschließlich für die Bewässerung der Pflanzen gedacht. Erstaunlich ist auch, dass, obwohl viele Vorgänge mit schwerem Gerät und Maschinen durchgeführt werden können, eine besondere Angelegenheit nur per Hand zuverlässig funktioniert: Das Unkrautjäten. Ein Reisbauer besitzt nicht selten eine Fläche von 350 ha Land und alles muss per Hand gejätet werden... eine Fläche von ca. 700 Fußballfeldern!

Ende Juli wird das Wasser durch Schleusen dann wieder abgeleitet und die Erntezeit beginnt. Von Mitte September bis Mitte Oktober werden die trockengelegten Felder maschinell abgeerntet und der Reis in Silos eingelagert.

Riso Gallo selbst unterhält keine eigenen Reisfelder, ist aber einer der größten Reisankäufer Italiens mit Lieferanten aus den Gebieten der Lombardei und Piemont. Mit 37% Marktanteil und Export in 74 Länder der Erde bildet Riso Gallo den weltweiten Marktführer von Risotto Reis, was in erster Linie der Qualität des Reises und des Produktsortiments zu verdanken ist. Aus 100 Gramm Rohreis gelangen nur die besten 20 Gramm in die Verarbeitung. Alle Produkte werden ohne zusätzliche Farbstoffe, gehärtete Fette und Glutamate hergestellt. Durch die Qualität des Reises sind diese künstlichen Hilfsmittel schlicht unnötig.

Auf dem Riso Gallo Fabrikgelände in Robbio, einer kleinen Stadt westlich von Mailand, ist die Luft staubig und es duftet nach Getreide. An manchen Tagen werden bis zu 300 Tonnen Rohreis auf zahlreichen LKW angeliefert und verarbeitet. Doch wo viele Körner sind, sind häufig auch Tauben nicht weit, die eine lästige Plage des Reisproduzenten darstellen. Mit Adlern, die auf dem Gelände beheimatet werden, wird dem Taubenproblem auf natürliche Weise erfolgreich zu Leibe gerückt.

Der angelieferte Rohreis wird zu Beginn der Verarbeitung in einen Schacht im Boden abgeladen und über ein langes Band bis in die höchste Etage der Fabrikanlage befördert. Von dort aus „fällt“ der Reis wie in einer überdimensionalen Reismühle durch ein wildes Rohr- und Schachtsystem in verschiedene Etagen, wo er von Rüttelsieben und Mühlen, Walzen und Rädern sortiert, gewaschen und geschält wird und am Ende als feines Qualitätsprodukt wieder herausrieselt.

Die meisten der lauten Maschinen stammen noch aus den 70ern und werden ausschließlich mechanisch betrieben. Dies ist ein großer Vorteil gegenüber modernen elektronischen Maschinen, da sie weniger wartungsintensiv und kaum anfällig für den feinen allgegenwärtigen Reisstaub sind. Gänzlich ohne Elektronik geht es aber auch hier nicht. Am Ende der Produktionsstraße kontrolliert eine Hochgeschwindigkeits-Sortieranlage mittels Lichtschranken den Reisfluss auf dem Förderband und schießt dunkle und beschädigte Körner heraus. Der verarbeitete Reis wird im Anschluss in riesigen Silos gelagert bis er bei Bedarf in die Verpackungsabteilung im Nachbarort weitergeleitet wird.

Um die hervorragende Qualität des Reises konstant zu halten, werden häufig und regelmäßig Proben genommen, getestet, verglichen und natürlich auch verkostet. Im Anschluss an die interessante Werksführung mit einem der vier Brüder aus der Geschäftsleitung zauberte der hauseigene Riso Gallo-Koch und Risotto-Spezialist köstliche Reiskreationen und verschiedene Risotto-Varianten zum Sattessen. Ein gelungener Abschluss des Besuches im Riso Gallo Werk.

Mittlerweile ist die Riso Gallo Website auch in deutscher Sprache verfügbar. Wer an weiteren Fakten, an der Historie, dem Produktsortiment und einer Video-Werksführung interessiert ist, sollte unbedingt auf www.risogallo.de vorbeischauen. 

Die Riso Gallo Produkte gibt es unter anderem bei Edeka, Rewe und der Metro.

Text und Fotos: Lisa-Marie Köster, Riso Gallo Pressestelle

Mit freundlicher Unterstützung von Riso Gallo und Petra Schönfeld Text und Kommunikation.

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Percy Bongers (Chefredaktion)

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