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Mit moderner Budgetplanung raus aus den roten Zahlen. Geld regiert die Welt. Dieses Sprichwort gilt auch für den eigenen, privaten Haushalt. Egal ob Single oder Familie mit Kindern, das eigene Geld muss gut eingeteilt werden, denn das zur Verfügung stehende Budget definiert unseren Lebensstil und entscheidet darüber, was wir uns leisten können und was nicht.

In manchen Fällen funktioniert die private Budgetplanung einwandfrei. In anderen Fällen, gerade wenn der Haushalt aus mehreren Personen besteht, verliert man rasch den Überblick. Besonders bei einem geringem Einkommen ist es daher sinnvoll seine Finanzen im Blick zu behalten. Denn größere Wünsche oder Anschaffungen lassen sich in unserer vielfältigen Konsumwelt meist nur mit finanziellen Mitteln erfüllen. Deshalb gilt: Wenn am Ende des Geldes noch viel Monat übrig ist, kann eine einfache Budgetplanung hilfreich sein, um die langfristigen finanziellen Ziele nicht aus den Augen zu verlieren.

Im Haushalt gibt es genau wie in einem Unternehmen Einnahmen und Ausgaben. Im ersten Schritt müssen die monatlichen Einnahmen erfasst werden. Dies muss regelmäßig (zum Jahresanfang oder bei Änderungen) aktualisiert werden.

 

Die Ausgaben sollten hierbei in zwei Bereiche aufgeteilt werden:

  • feste Ausgaben
  • veränderliche Ausgaben

Veränderliche Ausgaben müssen zunächst in Kategorien eingeteilt werden. Für jede Kategorie wird ein monatlicher Kostenrahmen festgelegt. Pro Haushalt sollten nicht mehr als zehn Kategorien zusammen kommen. Es können natürlich auch mehrere Kategorien in einer zusammengefasst werden.

 

Beispiele für Kategorien:

  • Lebensmittel
  • Haushaltsartikel (Reinigungsmittel, Hygieneartikel usw.)
  • Kleidung/Schuhe
  • Arzt/Medikamente
  • Dienstleistungen (Friseur, Werkstatt, Handwerker usw.)
  • Fahrtkosten (Sprit, Bus, Zug, Taxi usw.)
  • Hausrat und Geräte
  • Telefon/Handy/Internet (außer bei Festpreisangeboten)
  • Geschenke
  • Schulsachen/Taschengeld
  • Sport/Freizeit/Hobbies
  • Haustiere
  • Urlaub
  • Garten
  • Genussmittel
  • Sonderausgaben

Die festen Ausgaben sind Ausgaben, die keinen monatlichen Schwankungen unterliegen und in der Regel nur jährlich ermittelt werden müssen. Dazu zählen Mietkosten bzw. Raten für Hauskredite, Energiekosten, Versicherungen, Bausparverträge, Telefon- und Handy-Flatrates, Abos für Zeitungen, Mitgliedsbeiträge für Vereine, Gebühren für den Kindergarten usw. Diese Beiträge, die häufig zu verschiedenen Zeiten und in unterschiedlichen Abständen fällig sind, müssen auf einen monatlichen Betrag umgerechnet werden. Das erleichtert das Erfassen im Budgetplan.

Für die anschließende praktische Budgetplanung ist das Führen eines Haushaltsbuchs unerlässlich. Nur durch das konsequente und regelmäßige Notieren aller Ausgaben, können die Kosten im Auge behalten werden. Wichtig ist es, dass Abbuchungen von EC- und Kreditkarte nicht vergessen werden. Es genügt zudem, wenn nur ganze auf- oder abgerundete €-Beträge notiert werden. Das vereinfacht das anschließende Zusammenrechnen enorm und ist für den Zweck trotzdem noch genau genug.


Quittungen und Kassenzettel sind für das Führen des Haushaltsbuchs eine große Hilfe, am besten werden die Beiträge aber möglichst zeitnah erfasst. Zum Sammeln der Belege verwendet man am besten eine Schachtel, die an einer zentralen Stelle für alle Haushaltsmitglieder zugänglich ist. Die Schachtel sollte aber nicht zu groß sein, damit man nicht dazu verleitet wird, zu lange mit dem Übertragen ins Haushaltsbuch zu warten. Es empfiehlt sich zusätzlich einen kleinen Block mit Stift beizulegen, damit  kleine Ausgaben ohne Quittung (z. B. beim Bäcker), ebenfalls erfasst werden.

 

Am Ende des Monats kann nun für jede Kategorie ausgewertet werden, ob man im Rahmen geblieben ist oder wo noch Sparpotential herrscht. Wenn alle Haushaltsmitglieder in die Haushaltsbuchführung mit einbezogen werden und das Erfassen der Ausgaben zur Gewohnheit wird, muss man sich am Ende des Monats nie mehr verzweifelt fragen, wo das ganze Geld geblieben ist. Denn dies hat man nun schwarz auf weiß.

 

Zusätzlich zu der monatlichen Auswertung ist auch eine Jahresübersicht sinnvoll. Hierfür sollte man auf einem extra Jahresblatt Monat für Monat die festen und die veränderlichen Ausgaben addieren und vom monatlichen Einkommen abziehen. So erhält man einen anschaulichen Jahresüberblick über „rote“ und „schwarze“ Monate. Sollte sich ein „Überschuss“ ergeben, kann dieser entweder für eine besondere Anschaffungen oder die Erfüllung eines langgehegten Wunsches eingesetzt werden oder man legt das Geld für zukünftige Sonderausgaben auf ein Sparkonto.

 

Autorin: Kristina Grote

Verantwortlich für den Inhalt:
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