Der Expertentipp im März – Die Experten der Landesvereinigung der Bayerischen Milchwirtschaft klären jeden Monat Fragen rund um die Milch. Hans Schmaus, Käse- und Milchexperte der LVBM, zu der Frage:

Was ist Dickmilch?

Dickmilch, auch bekannt als Sauermilch oder in Süddeutschland als Stöckelmilch, ist schon seit langer Zeit fester Bestandteil der traditionellen Landküche. Ganz ursprünglich entstand sie, wenn frisch gemolkene Rohmilch einige Tage in einem warmen Raum (22 bis 32 Grad) stand: Die natürlich enthaltenen Milchsäurebakterien vermehrten sich und die Milch wurde dick. Das Sauermilchprodukt wurde vermutlich zufällig entdeckt, als es noch keine ausreichenden Kühlmöglichkeiten gab. Heutzutage erfolgt die Herstellung unter hygienischen Bedingungen in Molkereien mit wärmebehandelter Milch und gezielt eingesetzten Starterkulturen.

Die Milchsäurebakterien bauen einen Teil des Milchzuckers ab und machen die Dickmilch so zu einem besonders bekömmlichen Milchprodukt. Deshalb wird Dickmilch auch im Fall von Laktoseunverträglichkeit – je nach individueller Toleranzgrenze – gut vertragen und wirkt, wie andere Sauermilchprodukte, positiv auf die Darmflora. Genießer schätzen die leicht säuerliche Note von Dickmilch, die im Geschmack mit Joghurt vergleichbar, aber etwas milder ist.

Tipp: Die Vielfalt macht’s – Dickmilch schmeckt zu Müsli, gemixt mit frischen Früchten und eignet sich auch hervorragend zum Marinieren von Fleisch.

Weitere Informationen und Rezeptideen finden sich unter www.milchland-bayern.de.


Quelle: Landesvereinigung der Bayerischen Milchwirtschaft, LVBM

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