Ein gestörtes Essverhalten mit ständigen Sorgen um Figur und Gewicht, regelmäßigen Diäten oder selbst herbeigeführtem Erbrechen ist für ein Drittel aller jugendlichen Mädchen Alltag.

 

Aber auch Jungen sind zunehmend mit ihrem Körper unzufrieden, wenngleich sie nicht nur schlank, sondern auch muskulös sein wollen. Essstörungen beginnen früh, sind schwerwiegende Erkrankungen und zudem schwer therapierbar.

 

Deshalb sollte Prävention schon im Schulalter stattfinden. So bietet das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) Präventionsprogramme wie "PriMa" zur Primärprävention von Magersucht bei Mädchen ab der 6. Klasse und "TOPP" (Teenager ohne pfundige Probleme) zur Prävention von Adipositas bei Jungen ab der 6. Klasse an. "Torera" eignet sich für Mädchen und Jungen ab der 7. Klasse und dient dazu, gewonnene Erfahrungen mit den ersten Programmen aufzufrischen und zu erweitern.


Alle Programme werden von entsprechend geschulten Lehrern durchgeführt. Sie sollen die Psyche stärken sowie das Ernährungs- und Bewegungsverhalten positiv verändern. Individuell angepasst an den persönlichen Bedarf der jungen Menschen und unter Verwendung moderner Kommunikationstechnologien ist das schulbasierte Essstörungspräventionsprogramm YoungEs[s]prit. Darüber berichtete Diplom-Psychologin Katajun Lindenberg von der Universitäts-Klinik Heidelberg beim 2. Wissenschaftlichen Kongress der Deutschen Gesellschaft für Essstörungen in Aachen. Die Module umfassen zum einen niederschwellige Angebote für Schülerinnen und Schüler ohne erkennbares Risiko für eine Essstörung. Aber auch Online-Beratung oder persönliche Beratung bei Essstörungssymptomen werden angeboten. Quelle: www.aid.de, Dr. Lioba Hofmann

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