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Der wissenschaftliche Name der essbaren Frucht lautet Lycopersicon esculentum.  In ihrer ursprünglichen Heimat Südamerika bei den Azteken wurde sie „Tomatle“ oder „Tomatl“ genannt, was so viel bedeutet wie Schwellfrucht. In Europa wurde die Tomate zunächst unter den Namen Goldapfel, Liebesapfel oder Paradiesapfel bekannt. In Österreich ist der Begriff Paradieser noch heute gebräuchlich. Die Tomatenpflanze (Solanum lycopersicum) gehört zur Familie der Nachtschattengewächse (Solanaceae). Das Wort Nachtschattengewächs stammt vermutlich aus dem Althochdeutschen und beruht darauf, dass alle Pflanzen aus dieser Familie Giftstoffe enthalten. Beim Verzehr verursachen diese Gewächse nicht Schatten, sonder Schaden, der von Kopfschmerzen bis zur Ohnmacht führt (Um-nacht-ung).



Wie bereits erwähnt stammt die Tomate aus Südamerika, genauer gesagt aus den peruanischen Anden. Die dort heute noch in der Wildnis vorkommenden Tomaten sind recht klein und ähneln den Kirschtomaten. Bereits vor der Entdeckung Amerikas wurden Tomaten von den Ureinwohnern kultiviert. Die ersten schriftlichen Abhandlungen über die Pflanze stammen aus dem 16. Jahrhundert. Vermutlich waren es Spanier und Italiener, die als erste Europäer Tomaten auf dem Speisezettel hatten. In Deutschland war Solanum lycopersicum als Nahrungspflanze lange Zeit bedeutungslos. Das Gewächs wurde als Heil- und Zierpflanze eingesetzt. Erst gegen Anfang des 20. Jahrhunderts wurden Tomaten auch in Deutschland als Lebensmittel bekannt, allerdings noch sehr begrenzt. Den großen Durchbruch schafften die roten Früchte bei uns erst seit den 1950iger Jahren.



Die weltweite Jahresproduktion an Tomaten beträgt etwa 90 Millionen Tonnen. Größter Produzent weltweit ist China mit 16 Millionen Tonnen. In Europa ist Italien mit ca. 7 Millionen Tonnen der größte Tomatenproduzent. Der Tomatenanbau in Deutschland findet fast ausschließlich im Gewächshaus statt. Obwohl viele Kunden Freilandtomaten vorziehen würden, ist hierzulande eine gewerbliche Produktion im Freilandanbau nicht rentabel. Risikofaktoren wie Pilzerkrankungen, platzende Früchte bei zu viel Regen und stark schwankende Temperaturen sprechen gegen die Freilandproduktion.


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