Luxus auf dem Teller – exklusiv oder dekadent

Gute Lebensmittel haben ihren Preis. Hochwertige und exklusive Produkte sind keine Massenware. Wer etwas ganz besonderes möchte, muss dafür auch besonders tief in die Tasche greifen. Aber ab welchem Punkt geht die Exklusivität in pure Dekadenz über. Diese Frage lässt sich sicher nicht pauschal beantworten. Die folgenden Lebensmittel gelten als einige der teuersten der Welt. Jeder einzelne kann für sich selbst ein Urteil darüber fällen, ob es sich um eine außergewöhnliche Delikatesse handelt oder um die reine Verschwendungssucht.

Trüffel

Trüffeln sind Schlauchpilze, die sich unter der Erde bilden. Die knolligen Fruchtkörper gedeihen hauptsächlich an den Wurzeln von Eichen, Buchen, Kastanien und Haselbüschen.
Trüffeln sind ein kostspieliges Vergnügen. Dabei gibt es natürlich noch große Unterschiede. Trüffel ist nicht gleich Trüffel. Während die echte schwarze Trüffel mit einem Preis von ca. 1.000 Euro pro Kilo vergleichsweise günstig ist, muss der Gourmet für ihre Verwandte, die weißen Alba Trüffel bis zu 9.000 Euro für ein Kilo zahlen. Alba-Trüffeln sind im Langhe Gebiet der Region Piemont angesiedelt.

Jamón Ibérico

Dieser Schinken gilt als der teuerste der Welt. Die Spezialität stammt aus dem spanischen Dörfchen La Alberca. Die freilaufenden, schwarzen Schweine werden überwiegend mit Eicheln gefüttert. Der Schinken wird zunächst bis zu zwölf Tage in Salz gelegt. Anschließend kommt die Delikatesse für zwei Monate in eine Klimakammer bei exakt fünf Grad. Danach muss der Schinken noch ein Jahr in Trockenkammern reifen. Da die Schweine eher Wild- als Hausschweinen gleichen, lassen sie sich nicht beliebig vermehren. Und ähnlich wie bei Wild enthält das Fleisch einen hohen Anteil an ungesättigten Fettsäuren. Nicht nur der Schinken ist gesalzen, sondern auch der Preis. Für ein Kilo Jamón Ibérico zahlt der Genießer bis zu 500 Euro pro Kilo.

Kaviar

Auch beim Kaviar gibt es natürlich solchen und solchen. Die drei Sorten Beluga, Ossietra und Sevruga sind nach den Störarten benannt, von denen sie stammen. Der Rogen des Belugastörs gilt hierbei als der feinste. Die einzelnen Eier haben einen Durchmesser von etwa 3,5 Millimeter. Sie sind damit die größte, mit bis zu 7.000 Euro pro Kilo aber auch die teuerste Kaviarsorte. Die Störe für die Kaviarproduktion werden hauptsächlich im Schwarzen Meer, Asowschen Meer und Kaspischen Meer gefangen. Durch Überfischung und Umweltzerstörung gehen die Bestände stark zurück, was den Kaviarpreis weiter in die Höhe treibt.

Safran

Der hohe Preis von Safran ist dem unendlichen Aufwand bei der Gewinnung geschuldet. Für ein Kilo reines Safran müssen 150.000 bis 200.000 Blüten in mühsamer Handarbeit geerntet werden. Nach dem Pflücken werden die Griffel aus den Blüten entfernt und getrocknet, denn nur diese süß-aromatisch duftenden Stempelfäden werden als Gewürz verwendet. Der Iran ist weltweit mit Abstand der größte Safranproduzent. Ein Gramm reines Safran kostet bis zu 14 Euro.

Kopi-Luwak

Dass Geheimnis dieser Kaffespezialität aus Indonesien hat sich inzwischen bereits weit herumgesprochen. Die Kaffeebohnen haben den Verdauungstrakt des Fleckenmusangs, eine Schleichkatzenart, durchlaufen. Der Begriff Kopi-Luwak meint mit Kopi das indonesische Wort für Kaffee, Luwak ist der einheimische Name der Schleichkatze. Das Tier verspeist die Kaffeekirschen und scheidet die Bohnen wieder aus. Durch Enzyme im Verdauungstrakt findet eine Fermentation der Kaffeebohnen statt, wodurch ein einzigartiges Aroma entsteht. Mit 700 Euro pro Kilo ist der Kopi-Luwak der teuerste Kaffee der Welt.

Vor allem in Asien werden zum Teil schwindelerregende Summen für bestimmte Lebensmittel gezahlt. Bei einer Auktion auf dem weltgrößten Fischmarkt Tsukiji in Tokio wurde für einen einzigen Blauflossenthunfisch die Rekordsumme von 279.000 Euro erzielt. Dagegen erscheint der Preise für Kobefleisch mit 600 Euro pro Kilo geradezu lächerlich.

Die Krone aber gebührt einem Château Lafite-Rothschild aus dem Jahr 1869. Bei einer Auktion im Jahr 2010 wurden drei Flaschen für jeweils mehr als 160.000 Euro versteigert. Allerdings darf bezweifelt werden, dass der Wein auch tatsächlich getrunken wird. Damit passt der edle Tropfen nur bedingt in die Liste der Luxus-Lebensmittel.
 
Autor: Jackomo – Der Kritiker von freecooks.de
Quelle: FreeCooks

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