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Vorratslexikon

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Jetzt ist Sauregurkenzeit!

Der Hochsommer ist auch die Sauregurkenzeit, und dies nicht nur im übertragenen, sondern auch im wörtlichen Sinn. Denn dies ist die Zeit, in der die Gewürzgurken geerntet werden. Der Ausdruck Sauregurkenzeit entstand im 18. Jahrhundert und bezog sich ursprünglich vermutlich auf eine Zeit, in der die Auswahl an Lebensmitteln gering war. Heute beschreibt der Begriff ruhige Zeiten im politischen oder geschäftlichen Geschehen.

Für die Menschen, die an der Ernte der Gurken beteiligt sind, ist diese Zeit jedoch alles andere als ruhig. Mit einem sogenannten Gurkenflieger werden die Früchte bäuchlings liegend von den Erntehelfern gepflückt. Arbeiten im Liegen klingt zunächst ganz bequem, aber diese Arbeit ist überaus anstrengend.

Einlegegurken - Gesund und lecker

Die sicherlich berühmtesten Gurken kommen aus Brandenburg, denn von dort stammen die bekannten Spreewälder Gurken. Spreewälder Gurken ist eine geschützte geografische Angabe. In dieser Region herrschen für die Gurken besonders günstige Bedingungen. Humusreicher Boden und feuchtes Klima fördern das Wachstum der Gurken. Nach der Ernte werden die Gurken weiterverarbeitet. Dabei sind die genauen Rezepturen der Einlegeverfahren ein gut gehütetes Geheimnis der Hersteller.

 

Einlegegurken werden im Gegensatz zu Salatgurken fast ausschließlich im Freiland angebaut. Ernährungsphysiologisch passt das Gemüse perfekt in die heiße Jahreszeit. Gurken sind mit 8 Kilokalorien je 100 Gramm sehr kalorienarm. Sie bestehen zu mehr als 95 % aus Wasser und sind reich an Vitaminen und Mineralien. Gurken enthalten auch harntreibende Inhaltsstoffe, die bei manchen Krankheiten gesundheitsfördernd wirken können. Auch mit der von den Salatgurken bekannten kosmetischen Auswirkung auf die Haut kann die Einlegegurke mithalten.

Salzgurken selbst einlegen

Generell unterscheidet man zwei Größenklassen bei den Einlegegurken: die bis maximal 9 Zentimeter langen Cornichons und die bis zu 12 Zentimeter langen Delikatessgurken. Zurzeit werden frische Einlegegurken auf den Märkten angeboten, die zu Salzgurken bzw. saure Gurken weiterverarbeitet werden können. Die Herstellung erfordert allerdings etwas Geduld. Zunächst werden die Gurken etwas gesalzen und nach 24 Stunden mit kaltem Wasser abgespült. Danach werden je nach Geschmack weitere Zutaten hinzugegeben. Beliebt sind Dill, Knoblauch, Wein- und Lorbeerblätter oder Basilikum. Die Gurken werden in zuvor mit Essig gründlich gereinigte Steintöpfe oder Holzfässer gelegt. Danach werden die Früchte mit einer Salzlake bedeckt. Die Lake sollte zur Sterilisation einmal aufgekocht und wieder abgekühlt sein. Wichtig ist, dass die Gurken immer komplett von der Salzlake bedeckt sind. Damit die Fermentierung besser in Gang kommt, kann ein Stück Sauerteigbrot hinzugegeben werden. Nun wird der verschlossene, aber nicht luftdichte Behälter für einige Tage warm, aber nicht über 30 °C stehen gelassen. Anschließend die Gurken noch etwa 6 Wochen bei Kellertemperaturen lagern, dann ist die Fermentation abgeschossen.

 

Quelle: FreeCooks

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