Vitamine sind lebenswichtig

Besonders die Lebensmittelindustrie wirbt gerne mit dem Vitaminreichtum ihrer Produkte. Diese Strategie scheint aufzugehen, denn viele Verbraucher verbinden Vitamine mit gesunder Ernährung, ohne eine konkrete Vorstellung davon zu haben, was Vitamine eigentlich sind. Per Definition handelt es sich bei Vitaminen um lebenswichtige Substanzen, die der Organismus nicht selbst herstellen kann. Welcher Stoff ein Vitamin ist, hängt vom Organismus ab. Menschen können keine Ascorbinsäure (Vitamin C) herstellen, daher ist Ascorbinsäure für Menschen ein Vitamin. Die meisten anderen Säugetiere können Ascorbinsäure im Stoffwechsel synthetisieren. Somit ist für solche Organismen die Ascorbinsäure kein Vitamin.

Wortherkunft und Verwertung

Das Wort Vitamin setzt sich aus dem lateinischen „vita“ für Leben und „amin“ für stickstoffhaltig zusammen. Da ursprünglich angenommen wurde, dass alle Vitamine eine Stickstoffverbindung sind, hat sich der Begriff Vitamin etabliert. Die mit der Nahrung aufgenommenen Eiweiße, Proteine und Mineralstoffe werden mithilfe von Vitaminen im Stoffwechsel verwertet. Vitamine sind somit indirekt auch an der Energiegewinnung beteiligt. Zudem sind Vitamine für den Zellaufbau und das Immunsystem unerlässlich.

Vitamine und Provitamine

Nach heutigem Stand der Wissenschaft gelten 13 Vitamine als lebenswichtig. Im Jahr 1909 wird mit dem Retinol das erste Vitamin entdeckt und als Vitamin A bezeichnet. Die nachfolgend identifizierten Vitamine wurden einfach in alphabetischer Reihenfolge benannt, so dass wir heute die Vitamine A,B,C,D,E und K kennen. Die Buchstaben F,G,H,I und J tauchen in der Liste der Vitamine nicht auf, da es sich hier entweder nicht um echte Vitamine handelt, wie bei Vitamin F, welches für die essentiellen Fettsäuren stand, oder die Substanz umbenannt wurde, wie bei Vitamin H (Biotin), was dem Vitamin B7 entspricht. Als Provitamine werden Vorstufen eines Vitamins bezeichnet, die dann im Organismus in das eigentliche Vitamin umgewandelt werden. Zum Beispiel wird das in Pflanzen enthaltene Beta-Carotin zu Retinol (Vitamin A) umgewandelt.

Fettlösliche und wasserlösliche Vitamine

Man darf sich Vitamine nicht als eine einheitliche Stoffgruppe vorstellen. Es sind komplexe, organische Verbindungen, die in ihrer Struktur sehr unterschiedlich sein können. So gibt es fettlösliche und wasserlösliche Vitamine. Fettlösliche Vitamine können im Körper gespeichert werden, die Wasserlöslichen müssen dagegen stetig mit der Nahrung aufgenommen werden. Die fettlöslichen und damit speicherbaren Vitamine sind A, D, E und K. Die B-Vitamine und Vitamin C sind wasserlöslich und müssen daher ständig zugeführt werden.

Unterversorgung kommt selten vor

In Deutschland kommt eine Unterversorgung mit Vitaminen nur in Ausnahmefällen vor. Bei einer ausgewogenen Ernährung nach den Empfehlungen der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) wird der Bedarf an Vitaminen gedeckt. Zu Vitaminmangel kann es bei Krankheiten oder während Zeiten erhöhten Bedarfs, wie zum Beispiel in der Schwangerschaft kommen.

 

Quelle: FreeCooks

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