Behörden, Ärzte und Wissenschaftler besorgt

Seit einiger Zeit wird der aus dem asiatischen Raum stammende Bubble Tea auch in Deutschland verkauft. Dabei handelt es sich um ein Getränk auf der Basis von gesüßtem grünen, schwarzen oder weißen Tee, der mit Fruchtsirup, gegebenenfalls auch Milch oder Joghurt, versetzt wird. Hatte der fernöstliche Trend zunächst noch als „erfrischend anders" gegolten, ruft Bubble Tea mittlerweile Behörden, wie das Bundesinstitut für Risikobewertung, auf den Plan.

 

Gefahr des Verschluckens

Das Besondere an Bubble Tea sind die zugesetzten farbigen Kügelchen aus Speisestärke, die oft eine flüssige zucker- oder honighaltige Füllung enthalten. Diese kleinen Kugeln werden mit einem Trinkhalm aufgesaugt und lassen bei vielen Kinderärzten die Alarmsirenen schrillen. Denn jene Kügelchen können von Kindern leicht verschluckt werden. Auch das Bundesinstitut für Risikobewertung befasst sich derzeit mit der Thematik, denn „die Gefahr des Verschluckens kann durch das Ansaugen der Kügelchen mit einem Trinkhalm noch verstärkt werden. Daher sind entsprechende Warnhinweise auf den Produkten beziehungsweise beim Verkauf oder der Bewerbung der Getränke erforderlich".

 

Zucker- und Koffeingehalt

Zudem enthält Bubble Tea in der Regel erhebliche Mengen Zucker. Hier gelten die gleichen Empfehlungen wie bei anderen süßen, energiereichen Getränken, nämlich dass sie nur in moderaten Mengen konsumiert werden sollten. Da Bubble Tea meist auf der Basis von Tee hergestellt wird, ist in jenem Getränk auch Koffein enthalten. Je nach Mischung des Bubble Teas liegt der Koffeingehalt üblicherweise in Mengenbereichen, wie sie in einer Tasse schwarzem Tee oder Kaffee enthalten sein können.

 

Lebensmittelzusatzstoffe

Im Zusammenhang mit Bubble Tea treten außerdem Fragen zur Verwendung von Lebensmittelzusatzstoffen auf, denn diese unterliegen in der Europäischen Union einem strengen Zulassungsverfahren. Werden Zusatzstoffe in Lebensmitteln verwendet, die nicht in Fertigpackungen, sondern - wie Bubble Tea - als "lose Ware" an Verbraucherinnen und Verbraucher abgegeben werden, muss dies in bestimmten Fällen kenntlich gemacht werden. Der für einige Farbstoffe vorgeschriebene Hinweis "Kann Aktivität und Aufmerksamkeit bei Kindern beeinträchtigen" gilt nicht nur für verpackte Lebensmittel, sondern auch bei "loser Abgabe". Bei den meisten Bubble Teas sucht man jene Hinweise jedoch vergebens.

 

Giftige Substanzen nicht nachgewiesen

Deutsche Wissenschaftler berichteten zunächst, sie hätten gesundheitsschädliche, verbotene Substanzen in dem Trendgetränk nachgewiesen. "Die Chemikalien stünden im Verdacht, das Krebsrisiko zu erhöhen oder Allergien auszulösen", teilte das Institut für Hygiene und Umweltmedizin mit. Die Forscher hatten diverse Sorten einer bundesweit tätigen Bubble Tea-Ladenkette unter die Lupe genommen. Das NRW-Verbraucherschutzministerium widersprach allerdings jener Studie und ließ verlauten, dass Bubble Tea frei von giftigen Stoffen sei.

 

Autor: Hendrik Jürgens

 

Quelle: www.bmelv.de

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