Sanddorn: Gut für Mensch und Natur

Ab dem Spätsommer bis in den Herbst hinein ist die Erntezeit des Sanddorns. Wenn im herannahenden Herbst die Tage wieder kürzer werden und das Wetter ungemütlicher wird, kommt der Sanddorn gerade zur rechten Zeit, denn diese orangenen Beeren haben es wirklich in sich. Mit dem Sanddorn stellt uns die Natur nämlich einen wahren Alleskönner für die Gesundheit bereit, der bei richtiger Zubereitung auch kulinarisch auf ganzer Linie überzeugen kann.

Die stachelige Sanddornpflanze liebt das raue Klima. Bei uns ist sie vorwiegend auf den sandigen Böden an den Küsten zu finden. Dort leistet der Sanddorn eine wertvolle Aufgabe, denn sein weitverzweigtes Wurzelwerk verhindert die Erosion des Bodens durch den ständigen Wind an Nord- und Ostsee. Die Pflanze stammt ursprünglich aus Nepal, hat sich aber über weite Teile Asiens und Europas ausgebreitet. Heute gilt China als der größte Produzent von Sanddorn.

Die Beeren sind echte Vitamin-Bomben

Ab August bringt der Sanddorn die begehrten ovalen, orangefarbenen Früchte hervor. Die botanisch korrekte Bezeichnung der Beere ist Schein-Steinfrucht. Sie wird 6 bis 8 Millimeter lang. Die Ernte der Früchte ist mühsam, da die kleinen Beeren sehr nah an den dornenbewährten Ästen sitzen. Doch die Mühe lohnt sich, denn die „Zitrone des Nordens“, wie der Sanddorn auch genannt wird, ist eine echte Vitaminbombe. Allen voran ist der unglaubliche Vitamin C-Gehalt zu nennen. Pro 100 Gramm bringt es die Frucht je nach Art und Reifegrad auf 200 bis 800 Milligramm. Zitronen und Orangen sind damit um Längen geschlagen. Aber das ist noch nicht alles: Neben Vitamin C enthält Sanddorn fast alle B-Vitamine, er ist reich an Beta-Karotin und Gerbstoffen und liefert Folsäure sowie Vitamin A und E. Mineralstoffe wie Magnesium, Kalzium und Eisen sowie sekundäre Pflanzenstoffe machen den Mix perfekt.

Medizinischer Nutzen der Sanddornpflanze

Ausgestattet mit dieser Fülle an wertvollen Inhaltstoffen können Produkte aus Sanddorn helfen, das Immunsystem zu stärken oder es nach einer Krankheit wieder aufzubauen. Sanddorn wird bei Magen- und Darmbeschwerden angewendet und kommt bei Verletzungen oder Erkrankungen der Haut zum Einsatz. Nicht zu Unrecht hat die Kosmetikindustrie die Frucht für sich entdeckt. Dass Sanddorn eine Wunderwaffe gegen Gefäßverengung oder gar gegen Krebs ist, gehört aber wohl eher ins Reich der Mythen und Legenden.

Wie kann Sanddorn verarbeitet werden?

Unverarbeitet sind die kleinen Beeren des Sanddorns äußerst sauer und nicht genießbar. Dafür kann der Sanddorn aber vielfältig verarbeitet werden, zum Beispiel zu Saft, Sirup, Marmelade oder Bonbons. Sanddornsaft oder -mus kann Desserts, Shakes und Gebäck den besonderen, fruchtigen Kick verleihen und lädt zum Experimentieren ein. Zudem wird Sanddorn auch gerne als Zutat beigemischt, so gibt es zum Beispiel Weizenbier mit Sanddorn. Grundsätzlich gilt aber: je weniger die Früchte verarbeitet sind, umso mehr bleiben von den wertvollen Inhaltstoffen erhalten.

 

Quelle: FreeCooks

 

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