In den USA der Renner, in Deutschland weitestgehend unbekannt

Die Süßkartoffel, oder auch Batate, führt hierzulande eher ein Schattendasein. Vielen Menschen ist die Knolle eigentlich nur aus amerikanischen Fernsehsendungen bekannt, wo die gebackenen Süßkartoffeln die klassische Beilage zum Truthahn beim traditionellen Thanksgiving-Menü bilden. Dabei ist die Batate nicht nur äußerst vielseitig einsetzbar, sondern gehört mit ihrer Vielzahl an Nähr- und Vitalstoffen auch zu den gesündesten Gemüsen, die Mutter Natur für uns bereithält.

Nicht verwandt mit der Kartoffel

Der Grund für den geringen Bekanntheitsgrad der Süßkartoffel liegt möglicherweise darin, dass die Süßkartoffel im Gegensatz zur Kartoffel in unseren Breiten nicht kultiviert werden kann. Die Batate liebt wärmere Gefilde. Auch wenn die Süßkartoffel ebenfalls ihren Ursprung in Amerika hat und eine Knolle ist, die in der Erde wächst, sind Batate und Kartoffel nicht miteinander verwandt. Die Batate gehört zu den Windengewächsen (Convolvulaceae), während die Kartoffel ein Nachtschattengewächs (Solanaceae) ist. Auch wenn die Süßkartoffel in den Küchen Nord- und Mitteleuropas nur eine untergeordnete Rolle spielt, bildet sie mit einer weltweiten Jahresernte von mehr als 120 Millionen Tonnen eine wichtige Säule der weltweiten Nahrungsmittelproduktion. Größter Produzent ist China.

Der Zuckergehalt bestimmt den Geschmack

Die Knollen verdanken ihren Namen dem hohen Zuckergehalt, der dem Gemüse eine süßliche Note verleiht. Auch bei Süßkartoffeln gibt es verschiedene Sorten. Am häufigsten werden Bataten mit rötlicher bis violetter Schale und weißem Fleisch angebaut. Daneben gibt es auch Sorten mit brauner Schale. Sorten mit rotem oder gelbem Fleisch enthalten mehr Karotin und gelten daher als wertvoller. Geschmacklich unterschieden sich die Sorten nur wenig voneinander. Zu schmeckende Unterschiede gibt es im Grunde nur durch den variierenden Zuckergehalt.

Verwendung in der Küche

Süßkartoffeln sind vielseitig einsetzbar. Dabei können sie, wie unsere heimischen Kartoffeln, gekocht, geröstet, gebacken, frittiert oder gebraten werden. Aber sie lassen sich, anders als Kartoffeln, auch roh verzehren, z. B. in Salaten. Man kann sie zu Pommes frites verarbeiten oder ungeschält in der Mikrowelle zubereiten. Manchmal werden auch die Blätter als Gemüse verwendet.

Import und Lagerung

Die in Deutschland erhältlichen Süßkartoffeln stammen vorwiegend aus Israel und Brasilien und werden meist in der warmen Jahreszeit angeboten. Aufgrund des hohen Wassergehalts sind Süßkartoffeln nicht allzu lange lagerfähig. Sie sollten dunkel, trocken und kühl, aber nicht im Kühlschrank, aufbewahrt werden.

Viele gesunde Inhaltsstoffe

Süßkartoffeln gelten als ausgesprochen gesund. Neben Vitaminen und Mineralstoffen enthalten sie einen Stoff namens Caiapo. Diese Substanz wurde entdeckt, als man feststellte, dass in der japanischen Region Kagawa Krankheiten wie Bluthochdruck und Diabetes nur sehr selten vorkommen. Man führte dies auf die Essgewohnheiten der Bevölkerung zurück, wo traditionell rohe Süßkartoffeln einen hohen Stellenwert einnehmen. Forscher aus Österreich und Italien fanden in Versuchen heraus, dass Caiapo, welches vor allem in der Schale der Süßkartoffeln vorkommt, sich positiv auf den Blutzucker- und Cholesterinspiegel auswirkt.

 

Quelle: FreeCooks

 

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