Ernährungsphysiologische Aspekte sprechen für Fisch - die Berichterstattung über den Kollaps unserer Fischbestände dagegen. Das Forum Fisch von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE), Sektion Baden-Württemberg, Mitte März an der Universität Hohenheim stand ganz im Zeichen dieses Disputs.

Denn was ist Realität, was eine verzerrte Wahrnehmung auf Grund einzelner Berichte? Betrachtet man isoliert die Rückstandssituation in Fisch, so gibt es durchaus Einzelbefunde und Problembereiche, die den Fisch nicht gut dastehen lassen: die östliche Ostsee, der Rhein, Malachitgrün, Dioxine und dioxin-ähnliche PCB sind Schlagworte. Stellt man diese Einzelbefunde jedoch in einen Gesamtkontext, so dominieren die Vorteile des Fischkonsums.


Bei normalem Konsum sind durch Rückstände und Kontaminanten keine gesundheitlichen Schäden zu erwarten, so die Experten. Die DGE-Empfehlung von 200 g Fisch pro Woche ergibt umgerechnet eine Pro-Kopf-Empfehlung von ca. 10 kg pro Jahr.

 

In Deutschland werden ca. 16 kg Fisch pro Kopf und Jahr verzehrt. Allerdings handelt es sich bei dieser Zahl um Fanggewicht - inklusive nicht-essbarem Anteil. Aber selbst wenn man die Abfälle abzieht, so wird im Schnitt die Empfehlung nahezu erreicht. Allerdings gibt es in der Bevölkerung große Unterschiede: 16 Prozent essen gar keinen Fisch. Vor allem Kinder und Jugendliche gehören zu den "Fischgegnern".


Das Ziel der Aquakultur-Forschung der nächsten Jahre ist, die Jungfische nicht aus Wildbeständen nehmen zu müssen, sondern ebenfalls züchten zu können. Das funktioniert bis dato nur bei einigen Arten.

 

Quelle: www.aid.de, Stefanie Böhringer, Prof. Dr. Peter Grimm

 

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