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Und es geht doch! Eltern beschäftigen sich automatisch mit der Frage, was das eigene Kind wohl in Kindergarten oder Schule zu Essen bekommt. Wahrscheinlich hat auch jede Mutter schon einmal den Vorschlag gehört, das gemeinsame Mittagessen in der entsprechenden Einrichtung auf Bio-Lebensmittel umzustellen.

 

Geschätzte 99 Prozent werden auch die Antwort gehört haben: "Geht nicht und ist zu teuer". Viele Initiativen haben in den letzten Jahren das Gegenteil bewiesen und einen immer höheren Anteil an Bio-Komponenten in die tägliche Mahlzeit eingebaut. Dass sogar die ganze so genannte Außer-Haus-Verpflegung auf Bio-Lebensmittel umgestellt werden kann, scheint wohl eine Frage des Engagements.

 

So hat zum Beispiel die Münchner Initiative "Bio für Kinder" gerade ein vierjähriges Projekt äußerst positiv bilanziert. Mittels einer Anschubfinanzierung von Patenunternehmen ist es gelungen, insgesamt 28 Einrichtungen komplett auf Bio umzustellen. Dabei spielte das Verpflegungssystem keine Rolle. Von selbst kochenden Eltern über eigene Küchenteams bis zu externen Caterern war alles vertreten. Die Kostensteigerungen hielten sich in sehr überschaubaren Grenzen: Die Hauptmahlzeit kostete pro Kind durchschnittlich nur 24 Cent mehr im Vergleich zur konventionellen Verpflegung. Wichtig ist dabei, dass sich die Einrichtungen mittlerweile selber tragen und nicht mehr abhängig von Sponsoren sind.

 

Das Geheimnis der geringen Mehrkosten lag laut der Initiatoren in der Verbesserung des Küchenmanagements: Systematisches Einkaufen, weniger Fleisch, die Erstellung langfristiger Speisepläne, saisonales Kochen oder das Zurückgreifen auf Bio-Produkte aus der Region spielten eine entscheidende Rolle. Warum sollte man aber überhaupt Bio-Lebensmittel in der Küche einsetzen?

Der aid infodienst in Bonn hat dazu einige Argumente:

  • Mit dem Kauf von Bio-Lebensmitteln unterstützen Sie die nachhaltige Landbewirtschaftung und schützen Natur und Umwelt.
  • Bio-Produkte enthalten weniger Nitrat und Rückstände von chemisch-synthetischen Pflanzenschutzmitteln als konventionelle Waren.
  • Obst und Gemüse aus Bio-Anbau haben im Vergleich zu konventionellen Erzeugnissen eine höhere Nährstoffdichte und einen höheren Gehalt an sekundären Pflanzenstoffen.
  • Tiere werden artgerecht gefüttert und gehalten ohne Wachstums- und Leistungsförderer.
  • Bio-Lebensmittel werden schonend verarbeitet, nur wenige Zusatzstoffe sind erlaubt.


Beim Einkauf regionaler und saisonaler Produkte stärken Sie die regionalen Anbieter und ersparen lange Transportwege. Außerdem lässt sich an Bio-Lebensmitteln wunderbar die Wertschöpfungskette erklären, egal ob man Kindergartenkinder oder Schulkinder vor sich hat. Quelle: www.aid.de, Harald Seitz

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