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Lebensmittelpunkt Küche!

Um die Bevölkerung mit Lebensmittel zu versorgen, kommen die Produkte aus der ganzen Welt. Obwohl die Lebensmittelmenge, die ein Mensch pro Jahr verzehrt gleich geblieben ist, stieg das Transportaufkommen in den letzten 20 Jahren um das Doppelte. Die Produkte werden mit dem Flugzeug, dem Hochseeschiff, Binnenschiffen, LKW und Bahn transportiert. Je Tonne und Kilometer Lebensmittel fallen bei Flugzeugimporten 1 kg Treibhausgase an; per LKW enstehen nur ein Fünftel davon (200 g), bei Transporten mit der Bahn nur etwa 1/12 (80 g). Äpfel aus Chile belasten das Klima also um das hundertfache mehr als Äpfel aus der Region, die mit dem LKW transportiert wurden.

 

Daher empfiehlt sich, flugimportierte Ware möglichst zu meiden. Allerdings erkennt man bei Bananen oder anderen Südfrüchten nicht die Art des Transports, wenn diese im Obstregal liegen. Doch man kann Äpfel aus heimischen Landen denen aus Neuseeland oder Chile den Vorzug geben. Außerdem kann man vermuten, dass nur kurz lagerfähige Produkte wie Spargel oder Erdbeeren mit dem Flugzeug importiert werden.Als weitere Konsequenz für lange Transporte kommt es zu Lärmbelastungen, Versiegelung von Flächen und Staus. Regionale Produkte benötigen darüber hinaus viel weniger Transportverpackung.Als Region versteht man heutzutage den Umkreis von ca. 50 km, ein Landkreis oder eine bestimmte Landschaft – manchmal auch ein Bundesland. Es gibt Bundesländer und Regionen, die ihre regionale Produkte mit einem Siegel kennzeichnen.

Grenzregionen zu Nachbarstaaten können ebenso als Region gelten. Als Bewohner des Emslandes wäre es z.B. umweltfreundlicher Milch von einem holländischen Hof zu kaufen als aus dem Allgäu.

Regionale Lebensmittel sind frischer und aromatischer, weil sie bis zur Erntereife auf dem Acker bleiben und nicht im Schiff oder Flugzeug künstlich nachreifen müssen. Wird zusätzlich saisonal eingekauft – in der Regel bedingen sich beide Aspekte gegenseitig – ist die Belastung mit Schadstoffen geringer, weil die Lebensmittel zur optimalsten Jahreszeit angebaut werden. Zusätzliche Düngung oder Spritzen ist dann nicht notwendig.

Einige Lebensmittel werden nicht in der jeweiligen Region angebaut oder produziert, aber Lebensmittel wie Eier, Getreide- und Milchprodukte und Bier sind von Schleswig-Holstein bis Bayern regional erhältlich.

Regionale Lebensmittel belasten weniger die Umwelt als weitgereiste Produkte. Wer den Landwirt vor der eigenen Tür unterstützt, schützt nicht nur das Klima, sondern trägt zudem zum Erhalt der Landschaft und Wirtschaft in der eigenen Region bei.

Regionale Bio-Einkaufsführer finden sich hier...

 

Quelle: Verbraucherzentrale Niedersachsen: Klimaschutz schmeckt. Koerber, K. v.: Vollwert-Ernährung. Text verfasst von Frau Rebecca Ginser.

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Percy Bongers (Chefredaktion)

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