So wird das Mindesthaltbarkeitsdatum ermittelt

Auf vielen Lebensmitteln wird ein Mindesthaltbarkeitsdatum ausgewiesen. Aber wer legt das fest und wie genau wird es bestimmt? Das Mindesthaltbarkeitsdatum (MHD) von Milch und Milchprodukten wird von den Herstellern selbst festgelegt. Allerdings müssen sie dabei bestimmte gesetzliche Grenzwerte einhalten. Zum Beispiel darf eine gewisse Anzahl von Keimen auf 100 g pro Lebensmittel nicht überschritten werden. Zur Ermittlung des MHDs werden im betriebseigenen Labor Proben entnommen und gelagert. Anhand des Wachstums der Keime kann bestimmt werden, wie lange die Milch genießbar sein wird. Für jede Milchsorte wird so ein individuelles MHD vom Produktionstag an ermittelt.

Hygiene und Haltbarmachung

Generell gelten in den Molkereien und milchverarbeitenden Betrieben strenge hygienische Vorschriften: Die Mitarbeiter müssen die Haare bedecken, Hände desinfizieren und Schuhe gut abbürsten. Denn jede eingeschleppte Bakterie könnte die Haltbarkeit von Milch verkürzen.

Je nach Trinkmilchsorte werden verschiedene Verfahren angewendet, um sie haltbar zu machen. Gesetzlich vorgeschrieben ist, dass Frischmilch immer pasteurisiert, also auf etwa 72 bis 75 °C erhitzt wird. So werden gefährliche Keime abgetötet. Die ESL-Milch durchläuft anschließend noch weitere Prozesse, um sie länger haltbar zu machen. So werden bei dieser Milch zusätzliche hochmoderne Filtrationsverfahren angewendet, durch die ein Großteil der Mikroorganismen abgetrennt und die Haltbarkeit der Milch verlängert wird. H-Milch wird auf 135 bis 150 °C erhitzt. Damit ist sie nahezu keimfrei.

Das MHD ist kein Wegwerfdatum

Das Mindesthaltbarkeitsdatum ist also keinesfalls ein Wegwerfdatum. Es garantiert, dass das Produkt bis zu diesem Termin seine spezifischen Eigenschaften wie Geruch, Geschmack und Konsistenz behält. Voraussetzung ist natürlich die richtige Lagerung. Ist das MHD einer Milch überschritten, sollte zunächst die Verpackung auf Verletzungen untersucht werden. Liegt keine Schimmelbildung vor und stimmen Geruch und Geschmack, kann das abgelaufene Produkt bedenkenlos getrunken werden.

 

Quelle: Zu gut für die Tonne!

 

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