Küchenformen

Für welche Form man sich
entscheidet, hängt von den
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Verbrauchertipps«.

 

Die Verpackungen unserer Lebensmitteln zieren allerlei Hinweise und Anmerkungen, die für den Verbraucher häufig schwer verständlich sind. Oftmals ist dieses Verpackungschinesisch irrführend oder doppeldeutig. Wir wollen Licht ins Dunkle bringen und aufzeigen, was die Formulierungen wirklich bedeuten.


WAS STECKT HINTER DEM BEGRIFF...?

  • Unbehandelt ist nur Bio-Obst. Bei herkömmlichem Obst bedeutet diese Formulierung lediglich, dass die Frucht nach der Ernte nicht mehr chemisch behandelt wurde. Die Wahrscheinlichkeit, dass das Obst trotzdem die übliche Dosis Schalenkonservierungsmittel oder Wachs abbekommen hat, ist somit sehr hoch.
  • Vollkornbrot darf sich ein Brot nennen, welches kleine Anteile an ganzen Körnern enthält. Zusätzlich garantiert diese Bezeichnung einen Anteil von mindestens 90 Prozent Vollkornmehl.
  • Kakaomasse besteht aus Kakaopulver und Fett. Ob tatsächlich Kakaobutter verwendet wurde, muss der Hersteller nicht angeben. Günstiger sind nämlich Palmöl und Shea-Butter. Falls diese Bestandteil der Schokolade sind, muss auf der Verpackung der Hinweis "Enthält neben Kakaobutter auch andere pflanzliche Fette" stehen.
  • Natürliches Aroma besagt, dass das Produkt ausschließlich aus natürlichen Aromastoffen oder -extrakten hergestellt wurde.
  • Im Gegensatz dazu hat ein naturidentischer Aromastoff nichts mit Natur zu tun, denn er wurde rein synthetisch hergestellt. Der chemische Aufbau ist hierbei dem natürlichen Vorbild nachgebildet.


WAS STECKT HINTER DER FORMULIERUNG...?

  • Die Formulierung "Kann Spuren von ... enthalten" ist eine freiwillige und oft sehr allgemeine Angabe des Herstellers, die seiner Absicherung dient. Die Produktionsanlagen wurden häufig für verschiedene Produkte genutzt, so dass es trotz intensiver Reinigung passieren kann, dass etwa ein Milchprodukt geringfügige Spuren von Nüssen enthält. Dieser Hinweis ist daher für Allergiker sehr wichtig.
  • "Gentechnisch verändert" muss seit April 2004 als Hinweis auf Verpackungen auftauchen, die Lebensmitteln aus gentechnisch veränderten Organismen oder Zutaten enthalten.
  • Der Hinweis „unter Schutzatmosphäre verpackt“ bedeutet, dass der Sauerstoff in der Verpackung durch Stickstoff und Kohlendioxid ersetzt wurde. Beim Öffnen der Packung zischt es daher leise. Die Lebensmittel sind so verpackt länger haltbar.
  • "Zu verbrauchen bis ..." ist ein Hinweis auf leicht verderblichen Lebensmitteln wie frischem Fleisch. Nach Ablauf des Verbrauchsdatum dürfen diese Lebensmittel nicht mehr verkauft werden und sie sollten, vor allem in Hinblick auf die eigene Gesundheit, auch nicht mehr gegessen werden.
  • "Kann bei übermäßigem Verzehr abführend wirken" bedeutet, dass diese Lebensmitteln zu mehr als 10 Prozent aus Zuckeraustauschstoffen besteht. Diese Substanzen, häufig in Diätprodukten und Kaugummis enthalten, können in großen Mengen zu sich genommen zu Magen- und Darmprobleme führen.


ÜBERSETZUNGEN RUND UM MILCHPRODUKTE

MILCH

  • Rohmilch ist eine vollkommen unbehandelte Milch mit einem natürlichen Fettgehalt von etwa 3,5 bis 4 Prozent. Um Krankheitserreger abzutöten, muss Rohmilch jedoch vor dem Genuss abgekocht werden. Vorzugsmilch hat dagegen alle Qualitäten der Rohmilch, ist aber sofort nach dem Melken auf Bakterien getestet und gekühlt.
  • Homogenisiert ist heute fast jede Milch. Hierbei werden die Fettkügelchen unter Druck durch haarfeine Düsen gepresst und teilen sich in sehr kleine Tröpfchen. Dadurch kann sich der Rahm nicht oben auf der Milch absetzen und Schlieren auf Kaffee oder Kakao bilden.
  • Länger frische Milch, kurz ESL-Milch (extended shelf life), wird für sehr kurze Zeit auf über 120 Grad Celsius erhitzt und ist somit bis zu drei Wochen haltbar. Allerdings gilt dies für eine ungeöffnete Verpackung bei Kühlung. Sie schmeckt wie pasteurisierte Milch und enthält fast genauso viele Nährstoffe. Auf der Verpackung kann auch stehen: länger frisch, maxifrisch oder besonders langer Frischegenuss.
  • H-Milch wurde für mindestes eine Sekunde auf 135 bis 150 Grad Celsius ultrahoch erhitzt und ist ohne Kühlung etwa drei bis sechs Monate haltbar. Angebrochene H-Milch muss gekühlt und binnen vier Tagen aufgebraucht werden.


JOGHURT

  • Milder Joghurt bezeichnet einen Joghurt in dem Kulturen von Milchsäurebakterien stecken, die weniger stark nachsäuern und so den Geschmack mildern.
  • Fruchtjoghurt darf sich ein Joghurt nur nennen, wenn er mindestens sechs Prozent Frischfrucht enthalten. Das ist allerdings nicht besonders viel: bei einem normalgroßen 150g - Becher nur 9 Gramm Frucht. Das ist weniger als eine halbe Erdbeere.
  • Joghurt mit Fruchtzubereitung benötigt sogar nur einen Frischfruchtanteil von 3,5 Prozent, um sich seinen Namen zu verdienen.

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Percy Bongers (Chefredaktion)

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