In Sachen Diät und Ernährung gibt es einen neuen Trend: das Eiweißbrot. Der Bäcker an der Ecke bietet es an, im Discounter gibt´s das Brot von mehreren Herstellern, und sogar Fertigmischungen zum Selberbacken stehen dort schon im Regal. Was aber soll dieses Produkt bewirken? Und wie kann ein Brot eigentlich zum Großteil aus Proteinen bestehen? Wir haben das Mode-Backwerk genauer unter die Lupe genommen.

Mehr Eiweiß, aber auch mehr Kalorien

"Mehr Eiweiß, weniger Kohlenhydrate" - das ist der Slogan. Ganz ohne kommt das Brot also doch nicht aus. Zum Vergleich: Eine Scheibe Sonnenblumenkern-Brot enthält rund 18 Gramm Kohlenhydrate und 3,5 Gramm Eiweiß, die vermeintliche Fitness-Variante setzt sich aus knapp sechs Gramm Kohlenhydrate und 14,5 Gramm Eiweiß zusammen. Der Haken an der Sache lässt aber nicht lange auf sich warten: Das Eiweißbrot schlägt mit deutlich mehr Kalorien zu Buche. Dafür gibt es zwei Gründe: Das Backwerk enthält fast dreimal so viel Fett. Außerdem wiegen die Scheiben mehr.

Saftiges Brot mit saftigem Preis

Auch wenn die Verpackung einen sportlich-leichten Eindruck geben soll, empfiehlt der Hersteller: "Sie sollten die Scheiben bevorzugt mit fettarmen Aufstrichen und Belägen verzehren“. Mit einer schlanken Linie und abnehmen schon beim Essen hat das Eiweißbrot also nichts zu tun. Der Geschmack erinnert wenig an herkömmlich gebackenes Brot - zwar appetitlich-nussig, aber brotuntypisch. Das Eiweißbrot ist sehr saftig, was einen großen Vorteil hat: Selbst nach einer Woche schmeckt es noch immer frisch. Saftig ist aber auch der Preis. 500 Gramm kosten etwa zwei Euro, ein Sonnenblumenkern- Brot gibt´s schon für die Hälfte.

Gesündere Alternativen gibt es genug

Ob die Welt auf das neue Brot gewartet hat, sei dahingestellt. Wer am Abend nicht mehr so viele Kohlenhydrate zu sich nehmen möchte, kann das auch einfacher haben: Tomate und Mozzarella, Möhrensticks mit Kräuterquark oder ein Gurkensalat mit Schafskäse sind da prima Alternativen.

 

Autorin: Joli Bertram

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