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Stiftung Warentest untersucht 24 Produkte

Butt­riger Geschmack, leicht zu streichen, gesunde Fett­säuren, weniger Kalo­rien – so preisen Anbieter moderne Streich­fette als Alternative zu Butter und Margarine an. Der Absatz legt von Jahr zu Jahr zu. Viele Produkte tragen das Logo bekannter Marken wie Kerry­gold oder Frau Antje, Rama oder Deli Reform. Auch Discounter führen sie. Im Test: 24 Produkte, die aus Butter, Rahm, Joghurt und Rapsöl kreiert sind. Die Test­urteile reichen von gut bis mangelhaft.

Lieber Butter oder Margarine aufs Brot? Diese Frage entfacht Diskussionen an deutschen Früh­stücks­tischen. Lieb­haber von Butter beschwören deren unver­wechsel­baren Geschmack und die natur­nahe Herstellung. Margarine-Fans kontern mit besserer Streich­fähig­keit, gesunden Fett­säuren für Herz und Hirn. Im ewigen Zwist ums beste Fett mischen neuerdings auch moderne Varia­tionen mit. Die Spann­breite reicht von Halb­fett­butter bis zu Mischungen, die aus Butter, Rahm und Joghurt, Rapsöl oder Pflanzen­fett kreiert sind. Ihr gemeinsamer Nenner: Fast alle versprechen, nach Butter zu schmecken und gut streichbar zu sein. Für viele trifft dies auch zu. Der Verkauf steigt von Jahr zu Jahr. Sind die neuen Fette eine Konkurrenz für Butter und Margarine? Die Stiftung Warentest hat 24 Produkte getestet: Insgesamt sind 13 gut, 1 ist ausreichend und 7 befriedigend. Die Tester fanden aber auch drei „mangelhafte“ Kombinationen aus Butter und Pflanzenöl, bei denen die Kennzeichnung die Verbraucher täuschen kann.

Wird der typische Buttergeschmack erreicht?

Werbeaussagen wie „feinste Butter“ oder „beste Butter“ lassen auf Butter­geschmack hoffen, den viele so lieben. Aber kommen die inno­vativen Streich­fette an ihn heran? Geschulte Prüf­personen beschrieben für die meisten Marken zumindest einen leichten Butter­geschmack. Einige rochen und schmeckten sogar frisch und deutlich nach Butter. Bei acht Produkten steht im Zutaten­verzeichnis, dass natürliches Aroma oder Aroma zugesetzt ist. Beides soll dem Butter­geschmack auf die Sprünge helfen. Nicht immer lassen Geruch und Geschmack auf Aroma­zusätze schließen, bei einigen Produkte heißt es allerdings „schmeckt nach Butteraroma“. Bei „Deli Reform Die Feine“ war auf die Aromakenn­zeichnung kein Verlass: Statt des ausgelobten natürlichen Aromas analysierten die Tester synthetische Aroma­stoffe. Die Folge: Das Test-Qualitäts­urteil lautet mangelhaft.

„Gekühlt streich­bar“ – damit zielen viele Streich­fette auf einen wunden Punkt von Butter. Kommt sie aus dem Kühl­schrank, hat der Verbraucher seine liebe Not: Das harte Fett lässt sich schlecht verteilen. Sind die neuen Streich­fette da besser? Die Tester haben sie kühl­schrankkalt auf empfindlichem Knäckebrot sowie auf Roggen­misch­brot verstrichen. Die meisten glitten gut über die Scheiben und bedeckten sie gleich­mäßig.

Gewinner und Verlierer

Am besten schneiden Butter-Pflanzenöl-Kombinationen ab, allen voran milfina Streichfein von Aldi (Süd) für 1,29 Euro pro 250 Gramm – sowohl gesalzen als auch ungesalzen. Milfina hat aber immerhin noch 75 Prozent Fett, genauso viel wie Die Gute (Bio) von Söbbeke, die im Test ebenfalls „gut“ war, aber mehr als doppelt so viel kostet. Wer weniger Fett möchte, ist mit Arla Kærgǻrden Balance (mit und ohne Salz) „gut“ bedient. Dieses Streichfett hat das meiste Rapsöl. Auch andere Produkte mit Rapsöl schnitten in der ernährungsphysiologischen Beurteilung „gut“ ab. Mit Halbfettbutter lassen sich ebenfalls Fett und Kalorien sparen. Alle drei Produkte im Test waren „gut“, darunter Markenware sowie Light-Produkte vom Discounter. Insgesamt sieben Produkte loben aus, zum Braten geeignet zu sein.

Viele Butter-Pflanzenöl-Kombinationen enthalten Rapsöl. Zwischen 5 und 29 Prozent sind angegeben. Rapsöl ist gesund. Seine Fett­säuren setzen sich mustergültig zusammen: wenig gesättigte Fett­säuren, reichlich einfach ungesättigte Ölsäure und viel der mehr­fach ungesättigten Fett­säuren Linol- und Alpha-Linolensäure. Ihr Verhältnis zueinander ist ideal. Vor allem die Alpha-Linolensäure bringt Vorteile für das Herz-Kreis­lauf­system und die Hirn­leistung, auch aus den Streich­fetten: Schon 20 Gramm von fünf Produkten – das entspricht einer Hotel-Früh­stücks­portion – steuern mindestens 40 Prozent zur täglich empfohlenen Zufuhr an Alpha-Linolensäure bei. Bei dem gesalzenen sowie dem ungesalzenen Bio-Produkt „Thise-Bio-Blume“ fanden die Tester weniger Rapsöl als versprochen sowie Unstimmig­keiten bei den Fett­angaben und der Zusammenset­zung. Weil das Verbraucher in die Irre führen kann, wurden beide Produkte mit mangelhaft bewertet.

Keine Hinweise auf Sorbinsäure

Mehr als die Hälfte der Streich­fette kommt ohne Zusatz­stoffe aus. Die übrigen enthalten Emulgatoren, um Fett und Wasser aneinander zu binden. Vor allem Produkte mit wenig Fett – und damit viel Wasser – brauchen sie. Manchmal kommen auch Stabilisatoren zum Einsatz. Je mehr Wasser ein Streich­fett hat, desto anfäl­liger ist es für Keime. Mit Konservierungs­stoffen lässt sich ihre Vermehrung unter Kontrolle halten. Das nutzen einige Hersteller bei ihren Rezepturen. In keinem Produkt fanden die Tester mehr Sorbinsäure als erlaubt. Wer auf Sorbinsäure empfindlich reagiert, sollte ins Zutaten­verzeichnis sehen.

 

Quelle: Stiftung Warentest

 

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