Stiftung Warentest untersucht 20 Hartkäse

Parmigiano Reggiano, der italienische Name für Parmesan, und Grana Padano sind Spezialitäten mit geschützter Ursprungs­bezeichnung. Sie verfeinern nicht nur Pasta, Risotto oder Salat, sondern schme­cken auch zu Trockenfrüchten und Nüssen. Die Stiftung Warentest hat jetzt beide Hartkäsesorten untersucht. Im Test: 11-mal Grana Padano und 9-mal Parmigiano Reggiano, jeweils gerieben oder im Stück. 3 Produkte tragen das Biosiegel. Die Preise für 100 Gramm Käse reichen von 1,13 Euro bis 4,75 Euro. Die Ergeb­nisse machen Appetit: Mehr als die Hälfte der getesteten Produkte schneidet gut ab.

Parmesan muss strenge Auflagen erfüllen

Die Käse, die im Stück verkauft werden, schneiden im Schnitt besser ab als fertig geriebene Produkte. Zwei überraschten jedoch und können in Geruch und Geschmack mit der Stückware mithalten. Die Bezeichnung „Parmigiano Reggiano“, so heißt Parmesan auf Italienisch, ist inzwischen EU-weit geschützt. Nur Käsereien in und um die Städte Parma und Reggio nell’Emilia dürfen das Original produzieren – unter strengen Auflagen. Die Kühe, deren Milch die Käsereien verwenden, dürfen keine Silage fressen. Der Käse muss mindestens zwölf Monate reifen. Zusatz­stoffe sind verboten. Die Anforderungen an den weniger bekannten Bruder des Parmesans, den Grana Padano, sind nicht ganz so hoch.

Auch Grana Padano ist meist eine gute Wahl

Ein guter italienischer Hartkäse duftet aromatisch, schmeckt würzig, Salz­kristalle zerknuspern im Mund. So lässt er die Herzen von Käselieb­habern höher schlagen. Das kann nicht nur der berühmte Parmesan. Oft treffen Gourmets auch mit Grana Padano eine gute Wahl. Bei der Verkostung wies er vielfältige Aromen auf. Etliche Produkte erinnerten an Appen­zeller, Tilsiter, Greyerzer oder Gorgonzola, so die Tester.

Positiv: Tester finden keine Schadstoffe

Im Juni entdeckten Experten der italienischen Polizei krebserregende Aflatoxine in Parmesan. Ursache für diese Schimmelpilzgifte war wohl verschimmelter Mais, den die Kühe gefressen hatten. Die Tester prüften jeden Käse auf Aflatoxine und fanden keine Belastung. Auch für andere Schadstoffe wie Weichmacher oder verbotene Farb- und Konservierungsstoffe können sie Entwarnung geben.

 

Quelle: Stiftung Warentest

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