Stiftung Warentest prüft 11 Espressomaschinen

Cappuccino und Latte macchiato wollen immer mehr Deutsche auch zuhause genießen. Da sind Voll­automaten mit One-Touch-Funk­tion praktisch. Sie brühen Espresso aus frisch­gemahlenen Bohnen – und der Milch­schaum fließt direkt in die Tasse. Die Stiftung Warentest hat im jüngsten Test 11 Kaffee­voll­automaten untersucht, darunter zwei baugleiche. Die Tester wollten wissen: Können es die Maschinen mit Kaffee vom Italiener aufnehmen? Brühen sie zuver­lässig Tag für Tag Espresso? Lassen sie sich gut reinigen?

Bis auf ein Modell sind alle Maschinen des Test­jahr­gangs 2014 mit „One-Touch“-Funk­tion für Cappuccino ausgestattet. Hier entfällt das Milch­aufschäumen per Hand. Viele der rund 365 bis 1.100 Euro teuren Geräte über­zeugen – darunter auch ein Schnäpp­chen. Eine Espresso­maschine hatte jedoch ein Sicher­heits­leck, eine war ein Entkalkungs­wunder. Und bei manchen ist der Pfle­geaufwand beträcht­lich. Bei den Maschinen der älteren Test­jahr­gänge ist das Bild ähnlich: Auch hier haben zahlreiche Voll­automaten im Test gut abge­schnitten.

Fast alle schäumen die Milch gut auf

Die Sensorik ist das Herz­stück des Tests. Hier begut­achteten geschulte Kaffee­trinker, wie Milch­schaum und Espresso aussehen, riechen und schme­cken. Vielen Maschinen gelingt der kleine Schwarze rundum gut. Bei einem der beiden Testsieger des Test­jahr­gangs 2014 stach er durch besonders viel feinporige Crema heraus. Er schmeckte kräftiger und bitterer als die meisten Konkurrenten. Ein Auto­mat macht den Wachmacher weniger säuerlich und schwächer als alle anderen. Die Milch schäumen bis auf zwei Modelle alle gut. Bei dem einen ist der Schaum vergleichs­weise grobporig, weniger cremig und beständig. Beim anderen nahmen die Tester ein leichtes Kunst­stoff­aroma wahr. Dafür gab es Punkt­abzug.

Auch günstig brüht gut

Am Ende landeten beim jüngsten Voll­automaten-Test zwei Geräte punkt­gleich auf dem Siegertrepp­chen. Ihr Espresso schmeckt ausgewogen, beim täglichen Einsatz zeigen sie kaum Schwächen. Aber auch eine mit gut 400 Euro recht güns­tige Maschine brüht guten, aromatischen Espresso. Viele Geräte bieten übrigens zahlreiche Einstell­möglich­keiten, um den kleinen Schwarzen an eigene Vorlieben anzu­passen. Bei einigen lassen sich auch mehrere persönliche Kaffee­profile abspeichern.

Große Unterschiede bei der Entkalkung

Alle Maschinen müssen ab und zu entkalkt werden. Das hängt von dem verwendeten Wasser ab und ob die Maschine mit oder ohne Wasserfilter verwendet wird. Doch auch bei gleichen Bedingungen gibt es in der Praxis große Unterschiede. Eine Espressomaschine im Test will bereits nach 80 Getränken erstmals von Ablagerungen befreit werden, eine andere hält fast 1.000 durch.

 

Quelle: Stiftung Warentest

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