Stiftung Warentest prüfte 27 Fertigprodukte

Wenn es nicht selbst gekocht sein soll, ist fertige Bolognese-Sauce aus dem Glas offenbar die beste Wahl. Das hat eine Untersuchung von Stiftung Warentest ergeben. Die Lebensmittelprüfer nahmen 27 verschiedene Produkte unter die Lupe - ungekühlte und gekühlte Saucen, Bolognese mit Fleisch, vegetarische Saucen und verschiedene Tütenpulver, denen Hackfleisch und Wasser hinzugefügt werden muss.

Die Tester verkosteten die Saucen pur und prüften Aussehen, Geruch, Geschmack und Konsistenz. Auch auf Schadstoffe und Keime wurde untersucht. Das Ergebnis: Die schmackhaftesten Bolognese-Saucen werden ungekühlt im Glas angeboten, wobei Markenware die besten Noten bekam. Der "sehr gute" Testsieger der Marke Barilla (Note 1,4) roch und schmeckte kräftig nach Tomate, geschmortem Fleisch und mediterranen Kräutern. Er war zudem besonders fruchtig und aromatisch - und das ohne hinzugefügte Aromen und Zusatzstoffen. Auf Platz zwei, drei und vier landeten die Saucen von Mirácoli (Note 1,7), Ökoland (Note 1,9) und Birkel (Note 2,1). Produkte vom Discounter waren insgesamt "gut", konnten aber geschmacklich nicht mithalten.

Lediglich als „ausreichend" wurden die Saucen von Real Quality (Note 4,0) und Real/Tip (Note 4,0) bewertet. Die „Rote Laterne" erhielt das Produkt der Marke Bernbacher (Note 5,0). Jenes schmeckte sehr salzig und außerdem stark nach Bratensoße. Zudem enthielt es den Geschmacksverstärker Glutamat. „Einige Hersteller orientieren sich nicht am Originalrezept für Bolognese-Saucen und verwenden auch keine typisch italienischen Zutaten", kritisiert Stiftung Warentest. Auch die fünf Instantsaucen wiesen einen äußerst salzigen Geschmack auf. Das typische Tomatenaroma suchten die Tester hingegen vergebens. Des Weiteren ließ sich das zugefügte Fleisch nur schwer mit der Sauce mischen und blieb bissfest. Die drei Saucen aus dem Kühlregal waren zwar hochwertig und frisch, aber geschmacklich nicht überzeugend. Keime und Schadstoffe, wie etwa Weichmacher, waren generell kein Problem.

Die Alternative zur Fertig-Bolognese liegt auf der Hand. Denn wer sich ein paar Minuten mehr für die Zubereitung des italienischen Klassikers nimmt, hat die Möglichkeit, eine Bolognese-Sauce ganz nach eigenem Geschmack zuzubereiten. Dazu werden Sellerie, Möhren und Zwiebeln klein geschnitten und in Olivenöl angebraten. Dann Speck und Hackfleisch hinzugeben, durchbraten und mit Brühe ablöschen. Zum Schluss kommen gehackte Tomaten und Gewürze wie Salz, Pfeffer, Basilikum und Petersilie hinzu. Alles muss mindestens eine Stunde köcheln. Und fertig ist der italienische Genuss für Pasta und Lasagne.

 

Autoren: Heike Kreutz & Hendrik Jürgens

Quellen: aid & Stiftung Warentest

 

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