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125 Jahre Opinel: Tradition und Fortschritt

Eine französische Traditionsmarke feiert Geburtstag: 125 Jahre Opinel! Die Messer aus Savoyen begleiten ihre Besitzer zuverlässig bei allen Outdoor‐Aktivitäten, allen voran das legendäre Klappmesser „Opinel No 8“. Aber auch in der Küche und bei Tisch ist Opinel gefragt. Das Geheimnis der hochwertigen Schneidwerkzeuge made in France: Sie sind funktional, robust und fast unverwüstlich – und sie sehen einfach gut aus!

Wie alles begann

Ob Joseph Opinel ahnte, dass er ein bis heute heißbegehrtes Produkt von Weltgeltung schuf, als er 1890 im französischen Dorf Albiez‐le‐Vieux ein kleines Taschenmesser entwickelte? Die Jäger, Sammler, Waldarbeiter und Bauern in den Savoyer Alpen des 19. Jahrhunderts benötigten solch ein praktisches Schneidewerkzeug, das immer zur Hand war. Für sie tüftelte der junge Schmied damals in der Werkstatt seines Vaters an einem Allzweck‐Klappmesser mit genial simpler Konstruktion. Es wurde aus lediglich zwei sortenreinen Materialien gefertigt: aus kräftiger Buche und solidem Carbonstahl. Die sichere Arretierung erfolgte durch einen Metallring.

Schnell wurde das Messer aus den Bergen zu einem festen Bestandteil der französischen Kultur. Angesichts der steigenden Nachfrage gründete Joseph Opinel bald seine eigene Werkstatt und konstruierte ausgefeilte Maschinen zur Herstellung größerer Mengen. 1897 produzierte er Messer in zwölf verschiedenen Größen, die er von No 01 bis No 12 nummerierte. 1909 meldete er die Marke „La Main Couronnée“ (Die gekrönte Hand) an – ein Logo, das bis heute jede Opinel‐Klinge ziert. Ein Hit wurde speziell das Messer No 08: Sein Erfolg ist bis heute ungebrochen.

Aus den Alpen in die Welt

1915 zog Joseph Opinel nach Cognin, einem Vorort von Chambéry, Savoyen, seine Söhne Marcel und Léon stiegen in das Unternehmen ein, Marcel erfand 1955 den Sicherheitsring Virobloc©. Zu der Zeit exportierte Opinel bereits in alle Welt. Überall wollte man insbesondere das „French Knife“ No 08. Es gehörte unverzichtbar in die Hosentaschen unzähliger Pfadfinder, Abenteurer, Segler, Wanderer und sonstiger Outdoor‐Aktivisten. Auch Pablo Picasso und viele andere Künstler und Prominente wussten ihr Opinel zu schätzen. Kein Wunder, dass in der Folge auch die Köche die Messer der französischen Marke für ihre Arbeit entdeckten – Starkoch Paul Bocuse zum Beispiel.

Nicht nur der Nutzwert, sondern auch das stilvolle Design des Savoyer Messers überzeugte. Das Londoner Victoria and Albert Museum zum Beispiel wählte es für „The Good Design Guide“ als eines der hundert schönsten Objekte der Welt aus. Und es fand einen Ehrenplatz im New Yorker Design‐ Museum MoMA. Als Design‐Ikone ist das „Opinel No 08“ inzwischen das trendige Aushängeschild einer globalen Marke und bleibt doch seinem Ruf als schlichtes Messer für jedermann treu.

Beständig und doch wandlungsfähig

Das Unternehmen blieb stets im Familienbesitz. Derzeit wird es von Denis Opinel, einem Urenkel des Gründers, geleitet. Neben dem kultigen Opinel‐Taschenmesser stellt man inzwischen eine breite Palette von Messersortimenten für den modernen Bedarf her. Die Produktion erfolgt mithilfe neuzeitlicher Methoden, doch stets unter Bewahrung handwerklicher Tradition. In den Werkstätten in Chambéry und in Cognin (Region Rhone‐Alpes, Frankreich) sind für jedes Produkt mehr als 20 sorgfältig kontrollierte Arbeitsschritte erforderlich, für die bis zu 90 Mitarbeiter eingesetzt werden.

Alle Erzeugnisse des Herstellers entsprechen weiterhin den vom Firmengründer Joseph Opinel geforderten Werten: Einfachheit, Zuverlässigkeit, Effizienz. Authentisch und ehrlich verzichten diese Messer auf Hightech‐Spielereien und weisen stattdessen gerade Holzgriffe auf, die auch mit feuchten Händen gut zu handhaben sind. Außerdem haben sie Klingen aus rostfreiem Sandvik‐Stahl, die man jederzeit nachschleifen kann. Der althergebrachte Materialmix ohne Kunststoff macht sie auch für umweltbewusste Käufer interessant.

Nicht nur Klassiker, auch moderne Lifestyle‐Produkte

Die klassischen Opinel‐Klappmesser haben modernen Zuwachs bekommen. So gibt es unter anderem dem Zeitgeist entsprechende Tafel‐ und Küchenmesser mit farbigen Griffen aus heimischen Hölzern. Die Messerserie „Opinel Les Essentiels“ z. B. bringt französische Lebensart in unsere Haushalte und ist ideal für die tägliche Küchenarbeit. Und wer sich bei Tisch Messer wünscht, die wirklich schneiden, sollte beispielsweise zum Modell „La table Chic“ greifen. Mit seinen leicht gebogenen Buchenholzgriffen erinnert es an das berühmte Opinel‐Klappmesser. Den Lifestyle und die Eleganz Frankreichs verkörpern die neuen Messer mit Griffen aus Ebenholz.

Pflanzenfreunde sind begeistert vom dreiteiligen Set mit vielseitig einsetzbarem Opinel‐ Gartenwerkzeug. Damit lässt sich nach Herzenslust pflegen, pflanzen und kultivieren! Die in Grün, Orange und Pink lackierten Holzgriffe sorgen mit ihren auffälligen Farben dafür, dass die praktischen Helfer auch im dichtesten Blumenbeet wiedergefunden werden.

Pilzsammler dagegen lieben ihr Opinel‐Pilzmesser. Mit seiner gebogenen Klinge aus extra scharfem, rostfreiem Sandvik‐Stahl lassen sich Maronenröhrlinge & Co. leicht und sauber vom Boden abtrennen.

Unter dem Label „My first Opinel“ bietet der Hersteller für Kinder entwickelte Taschenmesser an, z. B. das kleine Klappmesser‐Modell „Picnic“. Es hat die gleiche schöne Form und vorzügliche Schneidleistung wie sein großer Bruder „Tradition No. 8“. Die Stahlklinge kann verriegelt und damit am versehentlichen Einklappen gehindert werden.

Die Messer können über www.herbertz-messerclub.de bestellt bezogen werden.

Quelle: trendxpress

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Percy Bongers (Chefredaktion)

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