Bevorratung: Wurde das Wildschweinfleisch frisch gekauft, so kann man es bis zu drei Tage bei Temperaturen um 7 Grad im Kühlschrank aufbewahren. Nach dieser Frist sollte es spätestens verarbeitet werden. Soll das Wildfleisch eingefroren werden,  sollte in jedem Fall vorher sämtliches sichtbares Fett entfernt werden, um zu verhindern, dass das Fleisch während der Tiefkühlphase – die maximal 6 Monate dauern sollte – nicht ranzig wird.

backnext

 

Das gemeine Wildschwein (Sus scrofa) gehört zur Ordnung der Paarhufer und stammt aus der Familie der echten oder altweltlichen Schweine.

 

Herkunft und Aussehen: Das Verbreitungsgebiet der Wildschweine reicht von Westeuropa bis Südost-Asien. Vor allem die Einbürgerung in Nordamerika, Südamerika und Australien ist der Grund für die weitere Verbreitung auf zahlreichen Inseln. In Europa gilt das Wildschwein schon seit Urzeiten als Jagdwild.

 

Der Körperbau des Wildschweins wirkt sehr gedrungen und massiv. Im Vergleich zur großen Körpermasse hat es sehr kurze Beine. Sie haben einen sehr kurzen, gedrungenen und wenig beweglichen Hals. Wildschweine wechseln ihr Fell in den Sommer- und Wintermonaten. Der Keiler (männliches Tier) besitzt sehr scharfe Eckzähne und ist somit leicht von dem weiblichen Tier zu unterscheiden. Das Fleisch ist dunkelrot, hoch aromatisch und sehr saftig.

 

Verwendung: Wildschweinfleisch kann für typische Wild- und für alltägliche Gerichte verarbeitet werden. Die Verwendung ist ähnlich wie beim Fleisch des Hausschweins. Es kann als Grillkotelett, Steak, Schnitzel, Gulasch oder Braten zubereitet werden. Allerdings sollte man Wild nicht zu sehr würzen, da es schon einen intensiven Geschmack besitzt. Gewürze wie Lorbeerblätter, Nelken, schwarzer Pfeffer, Rosmarin oder Wacholderbeeren sind ideal. Die Garzeiten variieren und sind vom jeweiligen Stück abhängig. Wildbret sollte nicht roh verzehrt werden.

 

Einkauf, Qualität und Saison: Bei tiefgekühltem Wildschweinfleisch sollte auf das angegebene Mindesthaltbarkeitsdatum (MHD) geachtet werden (mindestens acht Wochen vor Ablauf wird empfohlen), da der Handel von den Verarbeitungsbetrieben eine möglichst lange, oftmals ungerechtfertigt lange, Zeitspanne bis zum MHD erwartet. Da Wildscheinfleisch beispielsweise einen erhöhten Fettgehalt hat, kann es bereits in der Tiefkühlphase ranzig werden.

 

Besser ist generell der Kauf von frischem Fleisch. In der Regel ist jeder gut beraten, das Fleisch beim Fach-Einzelhändler, im gut sortierten Supermarkt oder in den Feinkostabteilungen großer Kaufhäuser zu erwerben. Es sollte allerdings darauf geachtet werden, dass das Fleisch nicht schwärzlich verfärbt ist und nicht metallisch schimmert. Außerdem sollte das Wildschweinfleisch nicht streng riechen; tut es dies doch, ist das ein Indiz dafür, dass die Tiere während der Paarungszeit erlegt wurden. Dann ist das Fleisch nicht genießbar.Auch ein Kauf direkt beim Jäger ist meistens zu empfehlen. In diesem Fall sollte man sich jedoch bestätigen lassen, dass das Tier eine amtliche Trichinen-Untersuchung durchlaufen hat.

Geprüft durch die Dipl. oec. troph. (FH) Frau Rebecca Ginser.

Verantwortlich für den Inhalt:
Percy Bongers (Chefredaktion)

Copyright © 2018 besserhaushalten