Bevorratung: Zur Bevorratung bieten sich zwei Varianten an: zunächst kann bzw. sollte der Thymian kühl, lichtgeschützt und luftdicht in einem gut schließenden Gefäß eingelagert werden. Eine zweite Möglichkeit stellt das Einfrieren der Zweige dar um sie dann nach Bedarf aufzutauen und wie die frischen zu verwenden.

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Der Echte Thymian (Thymus vulgaris) gehört zur Gattung der Thymus-Pflanzen und ist mit dem wildwachsenden Quendel verwandt. Ähnlich wie der Rosmarin enthält auch Thymian viele ätherische Öle (vor allem das antiseptische Thymol), Bitterstoffe, Gerbstoffe sowie Flavonoide, Harz und Zink.


Optimale Bedingungen für Thymiane bieten trockene, sonnige Standorte mit möglichst durchlässigen (sandigen) und nährstoffarmen Böden in gemäßigtem Klima (z.B. trockene Wiesenflächen und Mauern). Thymian benötigt insgesamt wenig Wasser.

 

Herkunft und Aussehen: Die Heimat des Gewürzes ist unter anderem Südeuropa und Nordamerika. Schon vor den Römern war Thymian im westlichen Mittelmeerraum bekannt. Die Sträucher sehen auf dem ersten Blick sehr krautig aus und wachsen aufrecht bis niederlegend. Die Blätter sind einfach und ganzrandig gezähnt. Sie können komplett unbehaart bis zu vollständig behaart sein. Es gibt viele verschiedene Arten von Thymian.

 

Verwendung: Thymian besitzt eine verdauungsfördernde Wirkung und wird deshalb oft zum Würzen fettiger Speisen verwendet. Sein intensives Aroma passt gut zu Geflügel, Wild, Lamm, Fisch, Gemüse oder Kartoffeln, Pizza und Pasta. Geschmacklich ist Thymian leicht pfefferig und etwas bitter, daher sollte man beim Würzen sparsam sein. Getrocknete Blätter verstärken die Würzkraft. Es können auch ganze Zweige mitgekocht werden. Vor dem Servieren müssen diese dann entfernt werden, denn die holzigen Stellen kann man nicht mitessen. Gerebelten Thymian am besten mitkochen.

 

Einkauf, Qualität und Saison: Im Einzelhandel erhält man in der Regel die abgerebelten Blätter oder die oberen Triebe der Thymianpflanze. Wer lieber eine frische und vollständige Pflanze bevorzugt, kann auf den Kauf einer Pflanze im Topf zurückgreifen.

 

Die Aussaat der Thymiansamen erfolgt im April oder Mai eines Jahres. Geschnitten werden die Blätter dann, nach einjähriger Wachstumsphase, kurz vor der Blüte, sprich von Mai bis September, da sie in dieser Zeit am aromatischsten sind. Die Blütezeit des Thymians ist von Juni bis Oktober. Da zwischen Saat und Ernte ein ganzes Jahr vergeht, wird allen Kräuterfreunden, die es eilig haben, geraten, kleine Pflanzen zu kaufen.

Geprüft durch die Dipl. oec. troph. (FH) Frau Rebecca Ginser.

Verantwortlich für den Inhalt:
Percy Bongers (Chefredaktion)

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