Bevorratung: Die Wurzelpetersilie kann im Kühlschrank, vorzugsweise im Gemüsefach, bis zu drei Wochen aufbewahrt werden. Blattpetersilie sollte nach Möglichkeit nicht in unmittelbarer Nähe zu anderen stark duftenden Lebensmitteln aufbewahrt werden, da sie sonst schnell an Würzkraft verliert. In einem Wasserglas und in den Kühlschrank gestellt, hält sich die Petersilie einige Tage. Darüber hinaus lässt sich Petersilie zur längerfristigen Bevorratung auch sehr gut einfrieren.

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Die zweijährige Kräuterpflanze Petersilie (Petroselinum crispum) gehört aus botanischer Sicht zu den Doldenblütlern (Apiaceae) und lässt sich in zwei Unterarten einteilen: die Blattpetersilie (subsp. Crispum) sowie die Wurzelpetersilie (subsp. Tuberosum). Beide sind sehr gesund, da sie neben ätherischen Ölen einen hohen Anteil an Vitamin C, Kalium, Calcium, Folsäure sowie weiteren Vitaminen und Mineralstoffen enthalten.

 

Herkunft und Aussehen: Die ursprünglichen Verbreitungsgebiete der Petersilie sind die östliche Mittelmeerregion und Teile Westasiens. Dort war sie schon seit der Antike bekannt; in Mitteleuropa wurde das Küchenkraut erst seit dem Mittelalter vermehrt in der Küche eingesetzt. Heute werden die Pflanzen überwiegend auf dem Balkan, in Nordamerika und in den Niederlanden kultiviert. In Deutschlands Küchen zählt die Petersilie wohl zu den beliebtesten und wichtigsten Küchenkräutern.

 

Die Blattpetersilie unterteilt sich in glattblättrige und krausblättrige Pflanzen, die eine Wuchshöhe von bis zu 50 Zentimetern erreichen und dunkelgrüne Stängel und Blätter haben. Die rübenförmige Wurzel der Blattpetersilie ist dabei etwas kleiner als die der Wurzelpetersilie. Die den Pastinaken sehr ähnlichen, spitz zulaufenden Speicherwurzeln der Wurzelpetersilie sind weiß, ihre Konsistenz ist fleischig und sie werden bis zu 20 Zentimetern lang sowie bis zu fünf Zentimeter dick. Weiteres Unterscheidungsmerkmal zwischen den beiden Unterarten sind die größeren Blätter der Wurzelpetersilie.

 

Verwendung: Die aromatisch-würzige Blattpetersilie passt sehr gut zu Quark-, Kartoffel- (besonders bekannt sind die Petersilienkartoffeln) und vielen Fleisch- sowie Fischgerichten. Aber auch Salate, Suppen, Saucen und Eintöpfe erhalten durch sie einen würzig-frischen Geschmack. Wie bei vielen anderen Kräutern auch, sollte die Blattpetersilie den Gerichten erst nach dem Kochen hinzugefügt werden, da sie bei zu starker Hitze recht schnell an Aroma und Würzkraft verliert. Glatte Petersilie schmackt intensiver, leicht pfeffrig mit feinen Aromen, daher ist sie zum Würzen besser geeignet. Zum Garnieren eignet sich die krause Petersilie besser.

 

Die Rüben der Wurzelpetersilie werden hingegen oft in Suppen und Eintöpfen mitgekocht, um der jeweiligen Speise ein kräftiges Aroma zu verleihen. Außerdem wird Wurzelpetersilie als süßliches Gemüse zu diversen Gerichten bzw. zu anderem Gemüse serviert. Das Kraut der Wurzelpetersilie kann, wie die Blattpetersilie, zum Würzen benutzt werden.

 

Einkauf, Qualität und Saison: Die Pflanzzeit für Petersilie beginnt Mitte März, die Blüte erfolgt im Juni und Juli. Geerntet werden kann sie sowohl im März (Blattpetersilie) und ab September (Wurzelpetersilie). Die Wurzelpetersilie kann im gut sortierten Supermarkt oder auf den Wochenmärkten bis hinein ins Frühjahr erworben werden. Oftmals ist sie auch Bestandteil des gebündelten Suppengemüses (heute eher nicht mehr). Beim Einkauf sollte darauf geachtet werden, dass die Wurzeln keinerlei Faule Stellen aufweisen, eine feste Konsistenz haben und die Blätter ein kräftiges, frisches Grün haben. Die Blätter und Stängel der Blattpetersilie sind problemlos ganzjährig als Frischware, aber auch getrocknet und sogar eingefroren erhältlich.

Geprüft durch die Dipl. oec. troph. (FH) Frau Rebecca Ginser.

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