Bevorratung: Das ausgeprägteste Aroma hat der Majoran natürlich, wenn man ihn frisch verwendet, man kann ihn aber auch ohne Probleme und ohne großen Verlust seines Aromas, lagern. Empfehlenswert ist eine solche Lagerung vor allem über die Wintermonate, hier kann das Kraut dann eingefroren oder getrocknet werden, um so eine längere Haltbarkeit zu erreichen. Wenn Sie sich für die Variante des Trocknens entscheiden, müssen Sie die ganzen Triebe des Majorans Kopf über aufhängen. Dabei können Sie die Blüten an den Stielen lassen. Wenn der Majoran eingefroren werden soll, können Sie ihn grob zerkleinern und dann in Eiswürfelbehälter geben.

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Als Majoran wird eine Pflanzenart bezeichnet, die zur Familie der Lippenblütler gehört. In der Küche ist Majoran für uns eine wichtige Gewürzpflanze und wird auch als Wurstkraut bezeichnet, da sie am häufigsten zum würzen von Wurst verwendet wird. Majoran gehört übrigens zur gleichen Pflanzengattung wie der Oregano, welcher ebenfalls als ein sehr beliebtes Gewürz dient.

 

Majoran ist eine krautige Pflanze, die Wuchshöhen bis zu 80 cm erreicht und dessen Pflanzenteile oft grau behaart sind. Seine fast kugeligen Teilfrüchte weisen einen Durchmesser von etwa einen Millimeter auf.

 

Verwendung: Majoran ist eine sehr würzige Pflanze mit einem hohen Anteil von ätherischen Ölen. Somit werden seine Blätter, egal ob frisch oder getrocknet vor allem zum würzen von Kartoffelgerichten, Suppen (Kartoffelsuppe), Soßen, Würsten oder Hülsenfrüchten verwendet. Für getrockneten Majoran werden die ganzen Stängel der Pflanze geerntet, so enthält getrockneter Majoran auch Blätter, Stängel, Knospen und Blüten. Ein Verwandter des Majorans wird vor allem in Westasien (Israel, Jordanien und Libanon) zum Kochen und Grillen verwendet. Das dortige Kraut wird Zahtar, Zaatar oder Za’tar genannt. Das Zahtar ist im Vergleich zum europäischen Majoran wesentlich aromatischer und mischt sich geschmacklich mit Oregano. In einigen Gebieten in denen dieses Kraut aber nicht so verbreitet ist, wird der Name auch als Bezeichnung für andere Würzkräuter benutzt. So gibt es in Israel und Jordanien eine Gewürzmischung, welche ebenfalls den Namen Zahtar trägt. Für uns Europäer ist dieser westasiatische Majoran in etwa mit einer milden Sorte Thymian oder mit Bohnenkraut vergleichbar.

 

Herkunft und Anbau: Ursprünglich stammt der Majoran aus Kleinasien, dem Gebiet um Zypern und der Türkei. Da der Majoran sich über die Jahre immer mehr in unseren Küchen eingebürgert hat und es sich heute um ein beliebtes Gewürz handelt, wird er heute nicht mehr nur in den Mittelmeerländern, sondern auch in Mittel- und Osteuropa angebaut. Allerdings erreicht der Majoran nur dann eine besonders hohe Qualität, wenn er in einem besonders warmen und mediterranen Klima angebaut wird.

 

Die Blütezeit des Majoran liegt zwischen Juni und September und seine Ernte sollte vor oder zu Beginn der Blüte erfolgen, da zu diesem Zeitpunkt der Gehalt an ätherischen Ölen im Majoran am höchsten ist. Wichtig ist, beim Anbau von Majoran darauf zu achten, dass sein Standort besonders sonnig ist. Zwar gibt es bei uns in Deutschland auch Pflanzen die winterhart sind, allerdings sind diese weit weniger aromatisch als die Pflanzen, die bei uns als einjährige Pflanze gezogen werden.

 

Mittlerweile gehört Majoran mit einer Anbaufläche von 500 bis 600 ha zu den bedeutendsten in Deutschland kultivierten Gewürzpflanzen, nach der Blattpetersilie. Der Schwerpunkt des Deutschen Majorananbaus befindet sich aufgrund der günstigen Standortbedingungen in der Region nördlich des Harzes um Aschersleben in Sachsen-Anhalt.

Geprüft durch die Dipl. oec. troph. (FH) Frau Rebecca Ginser.

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Percy Bongers (Chefredaktion)

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