Bevorratung: Erdnüsse müssen kühl und trocken gelagert werden, damit sie nicht ranzig werden oder schimmeln. Vakuumverpackte Nüsse sind bis zu einem Jahr lagerfähig. Lose Erdnüsse in der Schale sind bis zu vier Monaten haltbar. Gemahlene Erdnüsse sind luftdicht verpackt ca. 3 Monate lagerfähig.

Community

Das Forum rund um den
Lebensmittelpunkt Küche!

backnext

 

Die Erdnuss ist eine Nutzpflanze aus der Familie der Hülsenfrüchtler und somit mit Bohnen oder Erbsen (das englische peanut heißt zu deutsch Erbsennuss) verwandt. Im Gegensatz zu den meisten anderen Hülsenfrüchten sind Erdnüsse allerdings roh genießbar. Aus botanischer Sicht ist die Erdnuss aber gar keine Nuss, wird aber durch die Ähnlichkeit zu botanischen Nüssen (Beschaffenheit der Samen, Konsistenz, hoher Fettgehalt, vergleichsweise niedriger Anteil an Stärke) landläufig dazu gezählt. Allerdings ist der Anteil an Omega-3-Fettsäuren im Vergleich zu echten Nüssen eher gering.

 

Die Erdnuss hat mit 25 % Eiweißgehalt einen hohen Nährwert. 100 g Erdnüsse enthalten 180 mg Magnesium und 3 mg Zink. Damit gehören Erdnüsse zu den magnesiumreichsten pflanzlichen Nahrungsmitteln. Insbesondere bei vegetarischer Ernährung kann die Erdnuss einen sehr wertvollen Beitrag leisten. Allerdings enthalten Erdnüsse auch relativ viel Phytat, welches die Aufnahme der enthaltenen Mineralstoffe stark behindert. Auch ist das allergene Potenzial im Vergleich zu anderen Lebensmittelallergenen relativ hoch.

 

Die Hauptanbauländer und somit auch die Hauptexporteure von Erdnüssen sind die USA, Südamerika und Westafrika, Indien und China. Die USA hat hierbei in den letzten Jahren eine führende Rolle beim Export eingenommen.

 

Die Hauptabnehmer für Erdnüsse sind die Länder der Europäischen Union, Kanada und Japan, welche zusammen für 78 % der weltweiten Erdnussimporte verantwortlich sind. In der Europäischen Union gibt es mit Zypern nur ein erdnusserzeugendes Land. Der Import in die EU wird vor allem für Nahrungsmittel wie geröstete Erdnüsse oder als Bestandteil von Süßigkeiten verwendet.


Herkunft: Sie stammt ursprünglich aus der „Neuen Welt“, genauer gesagt aus den Anden Südamerikas und wird daher in der Schweiz „Spanische Nuss“ genannt.
Mittlerweile hat sich der Anbau der Erdnuss aufgrund ihrer wachsenden Bedeutung als Ölfrucht über die ganzen Tropen und Subtropen ausgebreitet.

Die ältesten bekannten Funde von domestizierten Erdnüssen stammen aus Peru und werden von Archäologen auf ein Alter von 7.600 Jahren datiert. Von dort aus verbreitete sich die „Kakaobohne der Erde“ in weiten Teilen Süd- und Mittelamerikas. Spanische Konquistadoren entdeckten die Erdnuss auf den aztekischen Märkten von Tenochtitlán und brachten die Hülsenfrucht nach Europa. Das aztekische Wort „tlalcacáhuatl“ findet sich übrigens in den spanischen und französischen Begriffen für die Erdnuss: cacahuete bzw. cacahuète.

Über Brasilien, wo die Erdnuss schon seit 2000 Jahren angebaut wird, kam sie im Zuge des Sklavenhandels auch nach Afrika - heute immer noch eines der Hauptanbaugebiete. 


Ernte und Handel: Die geernteten Erdnüsse müssen zunächst solange getrocknet werden bis ihr Wassergehalt von 40 % auf 5 % bis 10 % angesunken ist. In warmen Ländern lässt man die Feldfrüchte im Freien trocknen, in gemäßigten Klimazonen werden sie mit künstlicher Wärmezufuhr getrocknet. Nach der Trocknung werden die Nüsse gedroschen oder gebrochen und gegebenenfalls noch entschalt. Erdnüsse kommen meist geröstet und gesalzen in den Handel.

Verwendung: Reife Erdnüsse können roh als kleiner Snack gegessen werden.  Dann sind sie meist geröstet und gesalzen. Ungesalzen und ungeröstet in Schale werden Erdnüsse bei uns häufig zur Weihnachtszeit gegessen. Erdnüsse finden sich auch in vielen Süßigkeiten, wie in Schokoriegeln oder in Keksen. In der asiatischen Küche werden Erdnüsse auch in warmen Gerichten gekocht. Außerdem lassen sie sich zu Erdnussöl oder Erdnussbutter weiterverarbeiten.

Geprüft durch die Dipl. oec. troph. (FH) Frau Rebecca Ginser.

Verantwortlich für den Inhalt:
Percy Bongers (Chefredaktion)

Copyright © 2018 besserhaushalten