Senf

Bevorratung: Da ein abgepacktes Tafelsenfprodukt nach der Öffnung bei Raumtemperatur sehr schnell an Aroma verliert, sollte Senf unbedingt im Kühlschrank aufbewahrt werden. Dort kann er bis zu 9 Monaten gelagert werden. Prinzipiell ist auf das MHD zu achten!

 

Die aus botanischer Sicht zu den Kreuzblütlern gehörende Senfpflanze trägt Samenkörner, die bei der Verarbeitung zu verschiedenen Senfprodukten dienen. Die Körner enthalten neben dem nussig schmeckenden Senföl auch einen hohen Anteil an Eiweiß.

 

Senf ist eine gelbbraune Würzpaste aus gemahlenen Senfkörnern, Essig und Salz. Die verschiedenen Geschmacksrichtungen ergeben sich durch die Zugabe von Gewürzen und Kräutern wie Estragon, Pfeffer, Nelken, Kurkuma, Kapern, Zucker und anderen Zusätzen. Die Schärfe hängt von der verwendeten Senfsaat ab. Die gelbe Senfsaat ist milder. Schärfer ist die braune bis schwarze Senfsaat.

 

Herkunft und Aussehen: Bereits vor über 3000 Jahren war Senf im alten China bekannt und ein sehr beliebtes scharfes Gewürz. Über Kleinasien gelangte das Gewürz im 4. Jahrhundert nach Griechenland und etwas später nach Spanien. Im 8. Jahrhundert gelangte die Senfpflanze schließlich auch bis nach Mitteleuropa und wurde fortan ein essentieller Bestandteil der hiesigen Küchen. Heute wird die Pflanze über den gesamten Erdball verstreut angebaut, so in z.B. in weiten Teilen Europas, Asiens sowie Nord- und Mittelamerika, aber auch in Indien und Argentinien.

 

Die Senfpflanze bildet Schoten aus, in denen die weißen, braunen oder schwarzen Samenkörner heranreifen und die eine kugelige Form aufweisen.

 

Verwendung: Die bekannteste Verwendung der Pflanze ist sicherlich die Verarbeitung zu Tafelsenf, der durch die Mischung von Senfkörner, Wasser, Essig und Salz zu einer (meist) gelben Paste entsteht. Tafelsenf passt als pikante Würze sehr gut zu Wurstprodukten, Fisch, Fleisch sowie diversen Soßen, Suppen und ist darüber hinaus Bestandteil von Vinaigrettes und Majonäsen. Eine ursprüngliche Verwendungsform ist das zermahlen der Senfkörner. Dies wurde bereits im antiken Rom praktiziert, in dem die gemahlenen Körner über die jeweiligen Gerichte gegeben wurden. So entstand auch einige Zeit später das sogenannte Senfpulver, welches aus gemahlenen Senfkörnern, Kräutern, Gewürzen sowie Getreidemehl besteht. Senfpulver kann in vielen Speisen als Gewürz mitgekocht werden, ist oftmals Bestandteil von Currypulver und kann mit der Zugabe von Wasser zu einer Paste vermischt werden, die dem Tafelsenf ähnelt. Aber auch ganze Senfkörner finden Verwendung in unseren Küchen: So werden etwa die weißen Senfkörner in der Wurstherstellung und zum Einlegen von Gewürzgurken verwendet. Die schwarzen als auch die weißen Senfsamen werden außerdem zum Marinieren, Kochen sowie zum Braten verwendet.

 

Einkauf, Qualität, Saison: In unseren heimischen Supermärkten wird Tafelsenf in aller Regel ganzjährig in der Tube und im Glas angeboten. Dabei lässt die Produktpalette von süß bis hin zu extra-scharf keine Wünsche übrig. Beim Kauf von Senfkörnern sollte beachtet werden, dass die unterschiedlich-farbigen Körner auch je verschiedene Schärfegrade besitzen. So sind die weißen Senfkörner eher mild, die braunen und schwarzen Körner hingegen deutlich schärfer.

Geprüft durch die Dipl. oec. troph. (FH) Frau Rebecca Ginser.

 

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