Mispel

Bevorratung: Die Früchte der Mispel sollten an einem kühlen Ort (gut eignet sich ein Regalplatz im Keller), einschichtig gelagert werden. Es sollte beachtet werden, dass Mispeln nicht zu lange gelagert werden können, da durch die Lagerung der Zuckergehalt der Früchte steigt und sie deshalb mürbe werden. Außerdem sind die Früchte leicht anfällig für eine bestimmte Schimmelkrankheit.

 

Die Mispel (Mespilus germanica) ist ein Kernobst aus der Familie der Rosengewächse (Rosaceaea). Sie spielt in unseren Breiten nur noch eine untergeordnete Rolle und kommt lediglich in einigen speziellen Verarbeitungsformen vor.

 

Herkunft und Aussehen: Das ursprüngliche Herkunftsgebiet der Mispel kann nicht exakt zurückverfolgt werden. Es deutet aber vieles darauf hin, dass sie aus dem heutigen Gebiet Westasiens (Kaukasus, Iran, Irak)  und dem südlichen Osteuropa (Bulgarien, Griechenland, Ukraine) stammt. Seit dem Mittelalter wurde die Frucht auch in Mittel- und Südeuropa kultiviert, so z.B. auf den englischen Kanalinseln. Aktuell werden Mispeln in größerem Stil eigentlich nur noch in wenigen Ländern Südwestasiens angebaut.

 

Der Mispelbaum ist ein bis zu fünf Meter hoch wachsender Baum mit runder und sehr breiter, ausladender Krone. Die Früchte sind rund, haben eine rotbräunliche Färbung und eine etwas raue Haut. Die Mispelfrüchte erreichen einen Durchmesser von etwa 3 Zentimetern, meist sind sie aber etwas kleiner.

 

Verwendung: Neben dem rohen Verzehr der säuerlich-aromatisch schmeckenden Mispel ist vor allen Dingen die Verarbeitung zu Gelee und Marmelade sehr beliebt.

 

Einkauf, Qualität und Saison: Mispeln sind in Obstläden oder gut sortierten Supermärkten vorzugsweise im April und Mai erhältlich. Reife Mispeln können im Oktober und November geerntet werden, und dies auch nach längeren Frostperioden. Am besten gedeihen die (relativ anspruchslosen) Mispelbäume auf frischen kalkarmen Lehmböden bei Temperaturen um die 19 Grad.

Geprüft durch die Dipl. oec. troph. (FH) Frau Rebecca Ginser.

 

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