Liebstöckel

Bevorratung: Die gängigste Methode zur Haltbarmachung ist das Trocknen. Im Gegensatz zu anderen Kräutern bleibt das Aroma des Liebstöckels beim Trocknen weitestgehend erhalten. Aber auch hier gilt: Mit der Zeit verliert die Pflanze an Würzkraft.

 

Die krautige Pflanze Liebstöckel (Levisticum officinale) stammt, wie auch zahlreiche andere Kräuter, aus der Familie der Doldenblütler (Apiaceae) und ist besonders reich an ätherischen Ölen.

 

Herkunft und Aussehen: Der Ursprung des Liebstöckels liegt im Mittleren Osten und Persien, höchstwahrscheinlich in dem Gebiet des heutigen Afghanistans und Irans. Bereits seit dem 14. Jahrhundert ist die Pflanze in vielen Gebieten Mittel- und Südeuropas heimisch geworden und hat sich mittlerweile auch kühleren Regionen angepasst.

 

Der aromatisch duftende Liebstöckel ist eine mehrjährige winterharte, 1 bis 2,5 Meter hoch wachsende Staude mit dickem Stängel, dunkelgrünen Blättern und gelb-grünen Blüten.

 

Verwendung: Die stark würzenden Blätter erinnern geschmacklich an Sellerie und werden frisch oder getrocknet gleichermaßen als Gewürz für Ragouts, Fleischspeisen, Suppen und Saucen verwendet. Aufgrund seines derb-kräftigen Geschmacks und Geruchs sollte Liebstöckel in der Küche stets sparsam verwendet werden, um eine Überlagerung anderer Aromen zu verhindern. Des Weiteren finden die getrockneten Samen des Liebstöckels Verwendung beim Backen von Broten sowie bei der Zubereitung von Bratengerichten und Eintöpfen. Außerdem werden aus Liebstöckel auch Magenbitter und andere Liköre produziert.

 

Einkauf, Qualität, Saison: Die einzelnen Bestandteile des Liebstöckels werden zu unterschiedlichen Jahreszeiten geerntet. So erfolgt die Ernte der Blätter bereits im Frühjahr, während die Samen (Spätsommer) und die Wurzeln (Spätherbst) deutlich später geerntet werden. Wer Liebstöckel zu Hause anpflanzen möchte, sollte beachten, dass Liebstöckel einen sonnigen bis halbschattigen Standort mit mäßig feuchtem Boden benötigt. Die frischen Liebstöckelblätter sollten immer saftig und knackig aussehen und nicht welk sein, denn das verrät alte Ware.

Geprüft durch die Dipl. oec. troph. (FH) Frau Rebecca Ginser.

 

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