Koriander

Bevorratung: Luftdicht und dunkel aufbewahrt hält sich Koriander bis zu mehreren Monaten frisch. Die Körner frisch mit dem Mörser mahlen. Lieber nur kleine Mengen bevorraten, denn die ätherischen Öle verflüchtigen sich leicht. Das Kraut ist im Kühlschrank in einem Glas Wasser mehrere Tage haltbar.

 

Der Echte Koriander (Coriandrum sativum) ist eine Heil- und Gewürzpflanze und stammt aus der Familie der Doldenblütler (Apiaceae). Besonders auffällig ist sein hoher Anteil an ätherischen Ölen.


Herkunft und Aussehen: Das ursprüngliche Verbreitungsgebiet des Korianders erstreckt sich von Syrien bis zu den östlichen Mittelmeerländern. Bereits 6000 Jahre vor Christus wurde die Verwendung von Koriander im heutigen Israel nachgewiesen und auch die die Ägypter und Römer verwendeten das einjährige Gewürzkraut bereits vor einigen tausend Jahren. Nach Nordeuropa und Nordamerika gelangte die Pflanze dann schließlich zwischen dem 15. Und 17. Jahrhundert. Heute wird die Pflanze auf fast allen Kontinenten kultiviert, wobei vor allem Mexiko, Ägypten, Marokko, Ukraine, Türkei, Italien, Indien und China in größerem Stile Koriander anbauen. In milden Gebieten wächst Koriander auch in Deutschland.

Bei Koriander handelt es sich um einen kahlen Strauch, der Größen zwischen 30 und 90 Zentimetern erreichen kann und bis zu 5 Millimeter große, kugelige Samen besitzt, die gelblich-braune bis violette Färbungen aufweisen. Das frische Korianderkraut hat eine Ähnlichkeit mit Petersilie. Durch seinen wanzenartigen Geruch wurde das Kraut früher Wanzendill genannt. Die Körner helfen bei Magen- und Verdauungsbeschwerden. Bei einer  Knoblauchfahne hilft es, Korianderkörner zu kauen.  

 

Verwendung: Mittlerweile wird der größte Teil der Korianderernte in die Produktion von Gewürzmischungen, speziell Currypulver, gesteckt. In der mediterranen Küche wird das Kraut so verwendet, wie wir es von Petersilie gewohnt sind. Insgesamt ist das Gewürzkraut in der Küche sehr vielseitig einsetzbar: Ob in Pasteten, diversen Wurstsorten, Saucen, Salaten, Marinaden, in Lebkuchen oder zu Gerichten mit Hülsenfrüchten oder gar in der Likörproduktion (Korianderöl) wird Koriander eingesetzt.

 
Einkauf, Qualität und Saison: Die im Juli und August, nach der Blüte, geernteten Koriandersamen werden sowohl ganz als auch gemahlen im Asialaden oder in Gemüsegeschäften angeboten und stammen zumeist aus Marokko und der Ukraine. Die Pflanze gedeiht am besten an sonnigen Standorten mit leichten und durchlässigen Böden. Die frischen Samen riechen zunächst unangenehm wanzenartig und entwickeln erst nach der Trocknung ihren mild-würzigen, aromatischen, anisähnlichen Duft. Werden die Korianderkörner geröstet, verfliegt der wanzenartige Geruch.

Geprüft durch die Dipl. oec. troph. (FH) Frau Rebecca Ginser.

 

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