Erdnussbutter

Bevorratung: Erdnussbutter gehört nicht in den Kühlschrank, denn dort wird sie viel zu hart. Der Vorratsschrank ist hier die sinnvollere Alternative. Da Erdnussbutter einen sehr hohen Fettgehalt hat, bietet sie krankmachenden Bakterien keinen guten Nährboden. Verschlossen hält sich die Erdnussbutter daher mehrere Monate. Das geöffnete Glas sollte immer gut verschlossen aufbewahrt werden und die Erdnussbutter nur mit sauberem Besteck entnommen werden. Dann ist sie noch mehrere Wochen lang haltbar.

Erdnussbutter

 

Erdnussbutter ist ein Brotaufstrich, dessen Hauptbestandteil gemahlene Erdnüsse sind. Da in dem Brotaufstrich keine Butter im Sinne eines Milcherzeugnisses enthalten ist, darf Erdnussbutter innerhalb der EU nur unter den Handelsnamen Erdnusscreme, Erdnussmus oder Erdnusspaste verkauft werden.

 

Erdnussbutter enthält neben Erdnüssen pflanzliches Öl, Salz und Zucker. So ergibt sich eine homogene, streichfähige Masse. Der Fettanteil von Erdnussbutter ist durch den großen Erdnuss- und Ölanteil sehr hoch. Erdnussbutter enthält im Schnitt 2.500 kJ (597 kcal) pro 100 g und ist reich an den Vitaminen E und H.

 

Populär ist Erdnussbutter vor allem in Nordamerika, wo sie Bestandteil vieler Gerichte ist, z.B. das „Peanut Butter and Jelly Sandwich“, ein ungetoastetes Weißbrot mit Erdnussbutter und Fruchtgelee. Auch in Großbritannien, Südafrika und den Niederlanden („Pindakaas“) ist der Brotaufstrich aus Erdnüssen sehr beliebt.


Hintergrund: Als eine Art „Erfinder“ der Erdnussbutter wird häufig John Harvey Kellogg genannt, der nach einem nahrhaften Lebensmittel für seine Patienten ohne Zähne suchte (so erfand er übrigens auch die Cornflakes) und 1895 das von ihm entwickelte Erdnussmehl zum Patent anmeldete. Allerdings gibt es noch mindestens ein älteres Patent des Kanadiers Marcellus G. Edson von 1884 auf ein ähnliches Produkt und schon 1890 soll ein gewisser George A. Bayle Jr. Nussbutter aus Fässern verkauft haben.


Einkauf: Im deutschen Handel sind die Varianten grob (crunchy) und fein (creamy) zu kaufen. Darüber hinaus existieren auch verschiedene weitere Versionen, wie sehr grob (extra crunchy) oder mit reduziertem Fettanteil oder Zusätzen wie Honig, Karamell und Kakao, die zum Teil nicht im deutschsprachigen Raum erhältlich sind.

Pürierte Erdnüsse ohne weitere Zusätze von Öl oder Zucker werden als Erdnussmus bezeichnet, welches aber Salz als Geschmacksträger enthalten kann.

 

Eigene Herstellung: Erdnussbutter lässt sich ganz einfach und schnell selbst zu Hause herstellen. Dazu benötigt man 250g Erdnüsse (geröstet, enthäutet, ungesalzen), eine Prise Salz und circa zwei Esslöffel Öl (am besten eignen sich Erdnuss- oder Sonnenblumenöl, da beide sehr neutral sind und den Geschmack der Erdnussbutter nicht verfälschen).


Die Erdnüsse werden zusammen mit dem Salz in der Küchemaschine zerkleinert. Währenddessen wird langsam das Öl hinzugegeben, bis eine cremige Masse entsteht. Für Erdnussbutter mit kleinen Stückchen (crunchy) einfach rechtzeitig mit dem Zerkleinern aufhören. Wenn man mag, können noch weitere Aromen wie Honig oder Karamell hinzugefügt werden. Die selbstgemachte Erdnussbutter lässt sich in einem fest verschlossenen Behältnis bis zu zwei Wochen aufbewahren.

 

Verwendung: Erdnussbutter kann man pur auf´s Brot essen oder wie es in den USA üblich ist zusammen mit Marmelade. Erdnussbutter findet sich auch in vielen Süßwaren und Backwaren wie Kuchen, Plätzchen, Donuts und Schokoriegeln. Genau wie Erdnüsse kann Erdnussbutter auch zum Kochen verwendet werden, denn sie ist eine gute Grundlage für köstliche Saucen mit asiatischem Touch und passt wunderbar zu Gemüse, Nudeln und Eierspeisen. In der Vogelfutterproduktion wird es als Bindemittel bei sogenannten Futterknödeln und Samenstangen für Wildvögel genutzt.

Geprüft durch die Dipl. oec. troph. (FH) Frau Rebecca Ginser.

 

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