Küchenformen

Für welche Form man sich
entscheidet, hängt von den
Raumverhältnissen ab. mehr...

Arbeitsplatten: von dezent bis anspruchsvoll

Auffällig sind sie von ganz allein – schon durch ihre Materialien, Stärke und attraktiven Farbstellungen. Arbeitsplatten ziehen ganz zweifelsohne sofort die Aufmerksamkeit auf sich, sobald man eine der neuen emotionalisierenden Lifestyleküchen betritt.


Arbeitsplatten erfüllen wichtige Funktionen. Sie sollen ausreichend viel Arbeits- und Abstellfläche zur Verfügung stellen und ihre Besitzer mit pflegeleichten und auch speziell erforderlichen hygienischen Eigenschaften erfreuen. Zudem erwartet man von ihnen, dass sie im alltäglichen Gebrauch hart im Nehmen sind. Eine weitere wichtige Aufgabe kommt ihnen aufgrund ihrer alles miteinander verbindenden Funktion zu, denn sie schaffen elegante Übergänge zwischen verschiedenen Bereichen und lassen Vorbereiten, Kochen, Kühlen, Spülen, Bevorraten und Essen zu einer formvollendeten architektonischen Lösung werden. „Bei der Materialwahl kann jeder noch so ausgefallene Kundenwunsch unter Berücksichtigung der Materialeignung bedient werden“, sagt Kirk Mangels, Geschäftsführer der Arbeitsgemeinschaft Die Moderne Küche e.V. (AMK). „Die finale Entscheidung hängt nicht zuletzt vom persönlichen Geschmack und dem veranschlagten Budget ab, insbesondere jedoch von ihren hervorragenden Material- und Gebrauchseigenschaften.“

Einzigartig und ebenso einmalig ist kostbarer Naturstein. Viele Millionen Jahre hat es gedauert, die beispielsweise ausdrucksstarken Granite, Gneis, Basalt und Marmor- und Schiefergesteine unter hohem Druck und hohen Temperaturen entstehen zu lassen. Neben ihrem Unikatcharakter bringen sie ihren Besitzern Exklusivität, Authentizität und einen Hauch Glamour in die Küche und das selbst noch nach vielen Jahren, wenn sich die dazugehörige Patina ausgebildet hat. Die Pflege von Natursteinen ist einfach und sollte der empfohlenen Pflegeanleitung entsprechen. Da Natursteinoberflächen teilweise materialbedingt durch Imprägnierung vorbehandelt sind, können diese gegen Flüssigkeiten und Flecken, wenn erforderlich, nachimprägniert werden. Feucht abwischen, ggf. mit einem für Natursteine vorgesehenen Reinigungsmittel reinigen, hinterher gut trocken wischen, genügt, damit sich keine unschönen Kalkflecken darauf bilden.

Ebenso naturnah – mit ihrem sehr hohen natürlichen Quarzanteil von bis zu 93 Prozent – wirken Küchenarbeitsplatten aus Quarzkomposit alias Quarzstein. Sie sind in vielen attraktiven Dekorvarianten, Farbstellungen und auch in matter und polierter porenloser Oberfläche erhältlich und wirken mit ihrer Anmutung und Haptik so überzeugend wie echter Stein. Zudem sind sie äußerst robust und brauchen nur gereinigt und nicht gepflegt zu werden.

Gemäß dem Trend zu natürlichen Werkstoffen bieten sich Massivhölzer oder Echtholz-Furniere an. Farbe, Maserung und Ausstrahlung bringen so ein Stück Natur direkt in die urbane Lifestyleküche und verleihen ihr jene begehrte Wohnlichkeit und Emotionalität. Damit sie mit guten Gebrauchseigenschaften lange „glänzen“, werden sie mit schützenden Ölen und Lacken vorbehandelt. Regelmäßige Auffrischungen helfen, dass sie so schön bleiben. Mit den Jahren entwickeln sie ihre ganz eigene Patina.

Wo es nicht unbedingt das Original – Naturstein, Quarzkomposit oder Echtholz – sein muss, erfüllen Schichtstoff-Arbeitsplatten mit Stein- und Holz-Nachbildungen oder interessanten Fantasie-Dekoren die gleiche Aufgabe. „Das Angebot an Dekoren ist enorm, darunter z.B. in trendstarker Beton-Optik“, so AMK-Chef Kirk Mangels. Schichtstoff-Arbeitsplatten sind pflegeleicht und widerstandsfähig. Allerdings mögen es Arbeitsplatten generell nicht, wenn heißes Kochgeschirr darauf abgestellt oder mit dem Küchenmesser direkt auf ihnen geschnitten oder gar gehackt (z.B. Kräuter) wird.

Distinguiert und edel wirken Arbeitsplatten aus acrylgebundenem Mineralwerkstoff, der sich übrigens auch fugenlos verarbeiten und sehr gut verformen lässt. Aufgrund seiner porenlosen Oberflächen ist dieser Werkstoff hygienisch und leicht zu reinigen. Zudem ist die Haptik äußerst angenehm und das Material hat fast immer eine wohlfühlende Materialtemperatur.

Ein sehr wohnlich anmutendes Arbeitsplattenmaterial ist die Feinsteinzeug-Keramik. Der Umgang mit diesem schönen, natürlichen, porenfreien Werkstoff ist ganz einfach, denn er absorbiert weder Öl noch Wasser. Werden Rohstoffe wie Tonerde, Feldspat, Quarzsand und Mineralien bei über 1200° synthetisiert, entstehen daraus besonders widerstandsfähige Keramikoberflächen für den In- und Outdoorbereich. Die unpolierte und unglasierte Oberfläche der Feinsteinzeug-Keramik ist verschleißfest, kratzunempfindlich und beständig gegen fast alle haushaltsüblichen Chemikalien.

Zu weiteren beliebten Materialien in den neuen, Wohlfühlemotionen weckenden Lifestyleküchen zählen Arbeitsplatten in Glas oder Metall. Ob hochglänzend, satiniert oder rückseitig farbig lackiert bzw. in Edelstahl matt gebürstet: ein Hingucker sind sie in jedem Fall. Und ebenso robust. Glas & Metall sind zudem ausgesprochen hygienisch und einfach zu reinigen. (AMK)

Pflegeleichte Schichtstoff-Arbeitsfläche in trendstarker Beton-Optik (Nachbildung), elegant dekorgleich kombiniert – von den Fronten bis zum Küchensockel. (Foto: AMK)
Attraktive und pflegeleichte Quarzoberflächen. Anhand des großen Farbspektrums lässt sich nahezu jeder Designwunsch erfüllen. (Foto: AMK)
Spezielle Drucktechniken oder rückseitige Farblackierungen machen Glasarbeitsplatten zu einem favorisierten Werkstoff in der Küche. (Foto: AMK)
Arbeitsplatten aus Naturstein – kostbar, ausdrucksstark, natürlich gewachsen und jede ein absolutes Unikat in Farbe und Struktur. (Foto: AMK)
Edel, handschmeichelnd & wie aus einem Guss: der poren- und fugenlose Mineralwerkstoff lässt sich auch sehr gut verformen, wie z.B. bei der Front, die sich im Griffbereich nach außen wölbt. (Foto: AMK)
Arbeitsflächen aus hochwertigem Metall, wie diese silbrig schimmernde Edelstahlarbeitsfläche, sind elegant, sehr hygienisch und zudem hart im Nehmen. (Foto: AMK)
Wie vielseitig und attraktiv Keramikoberflächen sind, zeigen diese beiden Beispiele: eine Wohnküche mit Keramikarbeitsflächen/-fronten. Was auf den ersten Blick wie heller Marmor wirkt, ist eine sehr widerstandsfähige und verschleißfeste Synthetisierung aus Tonerde, Feldspat, Quarzsand und Mineralien. (Foto: AMK)
Wie vielseitig und attraktiv Keramikoberflächen sind, zeigen diese beiden Beispiele: eine Wohnküche mit Keramikarbeitsflächen/-fronten. Was auf den ersten Blick wie heller Marmor wirkt, ist eine sehr widerstandsfähige und verschleißfeste Synthetisierung aus Tonerde, Feldspat, Quarzsand und Mineralien. (Foto: AMK)

Quelle: AMK

Alle Artikel der Rubrik
»
Architektur«.

Verantwortlich für den Inhalt:
Percy Bongers (Chefredaktion)

Copyright © 2018 besserhaushalten